Das Warten hatte endlich ein Ende! Im April 2015 öffnete die Bundesgartenschau in der Havelregion ihre Tore. Doch bevor der offizielle Festakt den Startschuss gab, erlebte Brandenburg an der Havel eine Nacht, die in die Geschichte der Stadt eingehen sollte. Unter dem Titel „BUGA-Erwachen“ versammelten sich am Freitagabend, dem 17. April 2015, rund 8.000 Menschen am Salzhofufer und rund um die Jahrtausendbrücke, um den emotionalen Auftakt dieses Jahrhundert-Events zu feiern.
Eine Multimedia-Show der Extraklasse
Die Stimmung am Havelufer war elektrisierend. Mit einer beeindruckenden Kombination aus einer Multimedia-Show, einer spektakulären Lasershow und einem weithin sichtbaren Feuerwerk wurde die Havel zur Bühne. Das Wasser reflektierte die bunten Lichter, während der Brandenburger Extrachor für die musikalische Gänsehaut-Atmosphäre sorgte.
Mitten im Geschehen: Das offizielle Maskottchen Wilma Wels, das nicht nur die Kinder begeisterte, sondern zum Symbol für die Verbundenheit der fünf Standorte entlang des „blauen Bandes“ wurde. Begleitet wurde das Spektakel von feierlichen Grußworten der Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (Brandenburg) und Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt), die damit den länderübergreifenden Charakter dieser ersten dezentralen BUGA unterstrichen.
Das „BUGA-Feuer“ entfacht
Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann brachte es in ihrer Ansprache auf den Punkt: „Was 2007 mit einem kleinen Funken Hoffnung begann, ist inzwischen zu einem wirklichen BUGA-Feuer entflammt.“ Dieses Feuer der Begeisterung war an diesem Abend in jedem Gesicht der 8.000 Gäste am Salzhofufer abzulesen. Nach exakt 2.711 Tagen der Planung und Vorbereitung war der Moment gekommen, die gärtnerischen und städtebaulichen Höhepunkte der Welt zu präsentieren.
Die BUGA 2015 war von Anfang an als Projekt konzipiert, das über die bloße Blumenschau hinausgeht. Dr. Tiemann betonte die einzigartige Verbindung aus Tourismus, Natur und Stadtentwicklung, die das Havelland nachhaltig prägen sollte. Das Ziel war klar: Die Begeisterung der Einheimischen sollte auf die Gäste aus aller Welt überspringen.
Impulse für eine ganze Region
Nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich setzte die BUGA 2015 enorme Kräfte frei. Wie der damalige Wirtschaftsminister Albrecht Gerber bereits im Vorfeld in der Landesvertretung in Berlin ausführte, war die Gartenschau das herausragende touristische Ereignis des Jahres. Die Verteilung über fünf Standorte – Brandenburg an der Havel, Rathenow, Premnitz, das Amt Rhinow (Stölln) und die Domstadt Havelberg – schuf Anreize für weit mehr als nur Tagesausflüge.
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Mit einer Rekordinvestition von rund 76 Millionen Euro unterstützte die Landesregierung allein in den vier brandenburgischen Kommunen insgesamt 74 infrastrukturelle und gärtnerische Projekte. Wer heute durch Brandenburg an der Havel oder Rathenow geht, sieht die bleibenden Werte:
- Der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz in Brandenburg an der Havel.
- Die Sanierung der Berliner Straße in Rathenow.
- Über 13 Millionen Euro, die in die Radwegeinfrastruktur, Wegweiser und Wasserwanderrastplätze flossen.
Ein Eröffnungsmarathon über 80 Kilometer
Das „BUGA-Erwachen“ war lediglich der Auftakt zu einem wahren Eröffnungsmarathon. Vom 17. bis zum 19. April 2015 fanden insgesamt sechs große Veranstaltungen statt, um die über 80 Flusskilometer lange Schau offiziell einzuweihen. Am Samstag folgte der Staatsakt auf dem Packhof mit Bundespräsident Joachim Gauck, doch das Herz der Brandenburger schlug bereits am Freitagabend an der Jahrtausendbrücke höher.
Die BUGA 2015 hat bewiesen, dass die Havelregion ein gemeinsames „blaues Band“ knüpfen kann, das Menschen verbindet. In unserer Bildergalerie haben wir die magischen Momente der Lasershow, das Leuchten des Feuerwerks und die ausgelassene Stimmung am Ufer für unser Archiv festgehalten.
Erinnerst du dich noch an das Lichtspektakel an der Havel? Suche dich selbst in unseren Fotos und erlebe noch einmal das Gefühl, als die Region 2015 zu neuem Leben erwachte.