Kunstwerke von Menschen mit besonderen Lebenslagen sind derzeit in Brandenburg an der Havel zu sehen. Am 24. März 2026 um 12:15 Uhr wird die Wanderausstellung in den Räumen der Volkshochschule im Bürgerhaus Hohenstücken (Walther-Ausländer-Straße 1) eröffnet. Die Ausstellung ist dort bis Ende Mai zugänglich. Zuvor war sie bereits im Städtischen Klinikum und im Gotischen Haus zu Gast.
Der wechselnde Ausstellungsort soll möglichst vielen Menschen den Zugang zu den Arbeiten ermöglichen. Unterstützt wird das Projekt vom Gesundheitsamt der Stadt Brandenburg an der Havel sowie weiteren Kooperationspartnern und Mitgliedern der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft.
Wanderausstellung zeigt Skulpturen von Beschäftigten der Lebenshilfe Werkstatt
Gezeigt werden Bilder und Skulpturen von Beschäftigten der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel sowie der Fliedners Werkstätten der Lafim-Diakonie. Besucherinnen und Besucher haben während der Ausstellung die Gelegenheit, mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen.
Unter dem Leitgedanken „Die Gedanken sind frei“ setzen die Künstlerinnen und Künstler ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in ihren Werken um. Die kreative Tätigkeit fördert das Wohlbefinden und stärkt individuelle Fähigkeiten – eingebettet in eine Atmosphäre von Akzeptanz, Verständnis und Zusammenhalt.
Oberbürgermeister Daniel Keip würdigt die Ausstellung: „Die Werke zeigen eindrucksvoll, wie Kunst persönliche Erfahrungen, Gefühle und Gedanken sichtbar machen kann. Gerade bei psychischen Erkrankungen entstehen oft Missverständnisse und Unsicherheiten. Solche Ausstellungen schaffen Verständnis und geben den Künstlerinnen und Künstlern Anerkennung für ihren Mut, persönliche Perspektiven öffentlich zu zeigen.“
Alexandra Adel hebt die Bedeutung hervor
Auch Beigeordnete Alexandra Adel hebt die Bedeutung hervor: „Psychische Erkrankungen sind häufig unsichtbar. Die Ausstellung macht das kreative Potenzial von Menschen mit psychischen Erkrankungen sichtbar. Sie schafft Begegnungen, baut Vorurteile ab und leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Offenheit und Verständnis in der Gesellschaft. Ziel ist es, die Wanderausstellung künftig an weiteren Orten in der Stadt zu präsentieren.“
Psychiatriekoordinatorin Catrin Krüger ergänzt: „Die Wanderausstellung will psychische Erkrankungen sichtbar machen und zur Enttabuisierung beitragen. Sie schafft Transparenz und eröffnet einen neuen Blick auf psychische Erkrankungen. Allen Kooperationspartnern gilt ein besonderer Dank.“
In der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel finden Menschen mit psychischen Erkrankungen vielfältige Arbeits- und kreative Entfaltungsmöglichkeiten. Ein begleitendes Angebot ist ein Keramikkurs, in dem drei der ausgestellten Skulpturen unter Anleitung eines Keramikers entstanden sind. Die künstlerische Arbeit bietet Raum für Ausdruck, Stabilisierung und persönliche Entwicklung.
Auch in den Fliedners Werkstätten der Lafim-Diakonie ist Kunst Teil des Arbeitsalltags. Seit mehr als zehn Jahren begleitet eine Kunstpsychotherapeutin einen entsprechenden Kurs. Teilnehmende aus verschiedenen Arbeitsbereichen arbeiten dort an eigenen Projekten. Inspiriert von Farben, Formen und Materialien entstehen Werke, die persönliche Geschichten sowie Gedanken und Gefühle widerspiegeln.
- Kunst von Menschen in besonderen Lebenslagen
- Kunst von Menschen in besonderen Lebenslagen
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Brandenburg an der Havel.)