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MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon hieß die Gäste willkommen und schwor sie auf „einen besonderen Tag für Brandenburg“ ein. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon hieß die Gäste willkommen und schwor sie auf „einen besonderen Tag für Brandenburg“ ein. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Erste Universitätszahnklinik Brandenburgs feierlich eröffnet

Die Universitätszahnklinik der MHB wurde im alten Elektrizitätswerk eingeweiht. Ein neuer Gesundheitsstandort für Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

Die Universitätszahnklinik der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) ist am heutigen Freitag offiziell eingeweiht worden. Im Beisein von Oberbürgermeister Daniel Keip wurde der neue universitäre Gesundheitsstandort im denkmalgeschützten ehemaligen Elektrizitätswerk in der Bauhofstraße 2–4 feierlich eröffnet.

Ein Ensemble mit Geschichte: das Straßenbahndepot und die aus dem denkmalgeschützten E-Werk geformte Universitätszahnklinik. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
Ein Ensemble mit Geschichte: das Straßenbahndepot und die aus dem denkmalgeschützten E-Werk geformte Universitätszahnklinik.© Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Die zahnmedizinische Versorgung läuft bereits seit dem 3. August 2026. Mit zunächst fünf vollständig digital ausgestatteten Behandlungsplätzen ist die erste Universitätszahnklinik des Landes Brandenburg damit erfolgreich in den klinischen Betrieb gestartet. Schrittweise soll die Kapazität auf rund 40 Behandlungseinheiten erweitert werden. Im Endausbau sind bis zu 40.000 Behandlungsfälle pro Jahr möglich.

Oberbürgermeister: Wichtiger Beitrag für die Versorgung

Oberbürgermeister Daniel Keip sieht in der neuen Klinik einen wichtigen Baustein für die langfristige Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung: „Mit der Universitätszahnklinik trägt unsere medizinische Hochschule dazu bei, die zahnmedizinische Versorgung im Land Brandenburg langfristig zu stabilisieren. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Diese drohende Versorgungslücke kann zu einem guten Teil geschlossen werden – insbesondere in unserer Stadt Brandenburg an der Havel. Wir setzen darauf, dass einige Studentinnen und Studenten sich während ihrer Studienzeit in Brandenburg an der Havel verlieben – in die Stadt oder eine darin lebende Person – und bleiben werden.“

Breites Behandlungsspektrum

Die neue Klinik verbindet Patientenversorgung, Lehre und Forschung unter einem Dach. Das Behandlungsspektrum reicht von der allgemeinen Zahnmedizin über Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontie bis hin zu Prothetik und Seniorenzahnmedizin. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Spezialsprechstunden, unter anderem für Menschen mit Zahnarztangst, bei Erkrankungen der Mundschleimhaut sowie in den Bereichen Schlafzahnmedizin und mobile zahnmedizinische Versorgung. Weitere Polikliniken für Kieferorthopädie und Oralchirurgie sollen zum Jahresende folgen.

Erinnerungsbild zur Eröffnung der Universitätsklinik für Zahnmedizin mit deren Initiatoren und Wegbegleitern sowie mit den in der Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzten. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
Erinnerungsbild zur Eröffnung der Universitätsklinik für Zahnmedizin mit deren Initiatoren und Wegbegleitern sowie mit den in der Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzten. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

„Mit der neuen Universitätszahnklinik schaffen wir einen Ort, an dem moderne Patientenversorgung, praxisnahe Ausbildung und Forschung eng zusammenwirken. Unser Ziel ist es, den Menschen in der Region eine hochwertige, wohnortnahe Behandlung zu bieten und gleichzeitig den zahnmedizinischen Nachwuchs gezielt auf die Versorgung in Brandenburg vorzubereiten“, hatte Prof. Dr. med. dent. Dr. rer. med. Gerhard Schmalz, Geschäftsführender Direktor der Universitätsklinik für Zahnmedizin, bereits zum Klinikstart erklärt.

Praktisches Zentrum des Zahnmedizinstudiums

Für die Ausbildung des zahnmedizinischen Nachwuchses hat die Klinik eine zentrale Bedeutung. Sie bildet das praktische Zentrum des Brandenburgischen Modellstudiengangs Zahnmedizin, den die MHB 2024 als ersten Studiengang dieser Art im Land eingeführt hat. Jährlich können 48 Studierende ihr Zahnmedizinstudium aufnehmen. Ab dem klinischen Studienabschnitt behandeln sie unter fachlicher Aufsicht eigene Patientinnen und Patienten. Damit soll die Ausbildung eng mit der regionalen Versorgungspraxis verbunden werden.

Denkmalgeschütztes Elektrizitätswerk wird zur modernen Zahnklinik

Eine besondere Atmosphäre bietet auch der Standort selbst. Das ehemalige Elektrizitätswerk aus den Jahren 1900/1901 wurde denkmalgerecht saniert und für die universitäre Zahnmedizin umgebaut. Historische Elemente wie Mauerwerk und Stahlkonstruktionen treffen heute auf moderne Medizintechnik und digitale Behandlungsprozesse. Zum Konzept gehört außerdem ein Simulationszentrum mit 35 Arbeitsplätzen, in dem die Studierenden praktische Behandlungssituationen trainieren können.

Bis 2027 sind für die infrastrukturelle Ausstattung der Universitätsklinik Investitionen von knapp fünf Millionen Euro vorgesehen. Die Klinik umfasst insgesamt rund 3.500 Quadratmeter Nutzfläche. Im Endausbau soll sie knapp 100 Mitarbeitenden, darunter mehr als 50 wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Raum bieten.

Informationen für Patienten

Für Patientinnen und Patienten ist die Universitätszahnklinik unter der Telefonnummer (03381) 2181222 erreichbar.

Die Öffnungszeiten sind:

  • Montag bis Donnerstag: 08:00 bis 17:00 Uhr
  • Freitag: 08:00 bis 15:00 Uhr

Tag der offenen Tür am 13. September

Wer sich für den Wandel des denkmalgeschützten Elektrizitätswerks zu einer modernen Universitätsklinik interessiert, sollte sich den 13. September 2026 vormerken. Von 10:00 bis 16:00 Uhr öffnet die Universitätsklinik für Zahnmedizin im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ ihre Türen für die Öffentlichkeit.

Geplant sind Architekturführungen durch das historische Gebäude. Treffpunkt ist der Haupteingang. Die Führungen beginnen um 10:30 Uhr, 12:15 Uhr und 14:00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 20 Personen begrenzt.

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