Mehr Sicherheit im Straßenverkehr soll in Brandenburg an der Havel künftig noch stärker gemeinsam gedacht werden. Mit der Initiative „Verkehrssicherheitsarbeit – Sicher an der Havel“ haben die Stadt Brandenburg an der Havel und die Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel ihre Zusammenarbeit in der Verkehrssicherheitsarbeit ausgebaut.
Zum Schuljahresbeginn stand dabei zunächst die Sicherheit auf dem Schulweg im Mittelpunkt. Am 24. August wurde das Projekt „Schulwegsicherheit: Gut vorbereitet – sicher unterwegs“ an der Georg-Klingenberg-Grundschule offiziell vorgestellt.
Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Risiken im Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen, verständlich über Verkehrssicherheit zu informieren und Kinder, Eltern sowie alle anderen Verkehrsteilnehmenden für ein sicheres und rücksichtsvolles Verhalten zu sensibilisieren.
Schulwegplan für die Georg-Klingenberg-Grundschule
Als erste Schule in Brandenburg an der Havel erhielt die Georg-Klingenberg-Grundschule einen eigenen Schulwegplan. Darin sind empfohlene Schulwege, geeignete Querungsstellen, Fußgängerüberwege, Querungshilfen und weitere Besonderheiten entlang des Schulwegs dargestellt.
Der Plan soll nicht einfach in der Schultasche verschwinden. Besonders für Schulanfängerinnen und Schulanfänger ist es wichtig, den Weg gemeinsam mit den Eltern zu erkunden. So lernen Kinder, wo sie Straßen sicher überqueren können, welche Stellen besondere Aufmerksamkeit erfordern und wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten.
Die Stadt setzt dabei bewusst auf gemeinsames Üben. Denn ein sicherer Schulweg entsteht nicht allein durch einen Plan, sondern auch dadurch, dass Kinder die Strecke kennen und mögliche Situationen praktisch kennenlernen.
Schulwegpass: „Entdecken – Finden – Üben – Können“
Ergänzt wird der Schulwegplan durch einen gemeinsam von Straßenverkehrsbehörde und Polizei entwickelten Schulwegpass. Unter dem Motto „Entdecken – Finden – Üben – Können“ lernen Kinder ihren Schulweg Schritt für Schritt kennen. Sie entdecken Besonderheiten und mögliche Gefahren, finden sichere Querungsstellen und üben gemeinsam mit ihren Eltern das richtige Verhalten.
Am Ende steht nicht nur die Kenntnis des Weges. Die Kinder sollen durch wiederholtes Üben zunehmend in der Lage sein, ihren Schulweg sicher und selbstständig zu bewältigen.
Oberbürgermeister Daniel Keip machte bei der Auftaktveranstaltung deutlich, worum es dabei geht: „Uns ist wichtig, dass ihr alle sicher zur Schule und nach Hause kommt und dass ihr die Wege zunehmend sicher und selbstständig bewältigen könnt.“
Familien werden einbezogen
Auch die Erfahrungen der Familien sollen in das Projekt einfließen. In den ersten Schulwochen werden Schülerinnen und Schüler sowie Eltern der Georg-Klingenberg-Grundschule zu ihren täglichen Schulwegen befragt.
Die Rückmeldungen sollen dabei helfen, den Schulwegplan weiterzuentwickeln und mit den tatsächlichen Erfahrungen vor Ort abzugleichen. Nach dem Auftakt an der Georg-Klingenberg-Grundschule sollen schrittweise weitere Schulen in das Projekt einbezogen werden.
Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass die Schulwege in Brandenburg an der Havel bereits als sicher gelten. Die neuen Schulwegpläne sollen dazu beitragen, dieses Sicherheitsniveau langfristig zu erhalten und mögliche Veränderungen oder neue Problemstellen frühzeitig zu erkennen.
„Schulweg-Radar“ erklärt Verkehrssicherheit
Begleitet wird das Projekt durch die neue Videoreihe „Schulweg-Radar“. In kurzen Beiträgen werden praktische Fragen rund um den Schulweg aufgegriffen.
- wie ein sicherer Schulweg gefunden wird,
- wo Kinder eine Straße sicher überqueren können,
- warum der Schulweg gemeinsam mit den Eltern geübt werden sollte,
- und wie Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar sind.
Damit ergänzt das „Schulweg-Radar“ den Schulwegplan um praktische Informationen, die sich direkt am Alltag von Kindern und Familien orientieren.
Drei Schwerpunkte für „Sicher an der Havel“
Die Schulwegsicherheit bildet den Auftakt der neuen Verkehrssicherheitsarbeit. Zunächst stehen drei Bereiche im Mittelpunkt:
- Schulweg-Radar: praktische Hinweise für Kinder und Familien rund um sichere Schulwege.
- Unfall-Radar: verständliche Informationen zu Unfallhäufungsstellen und besonderen Verkehrssituationen im Stadtgebiet.
- Rad-Radar: sichere Verkehrsführung und ein rücksichtsvolles Miteinander von Radfahrenden, Autofahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern.
Damit soll Verkehrssicherheit nicht ausschließlich über Regeln und Statistiken vermittelt werden. Die Initiative setzt vielmehr auf Prävention, verständliche Informationen und die Beteiligung der Menschen vor Ort.
„Sicher an der Havel“ verbindet damit fachliche Verkehrssicherheitsarbeit mit praktischen Angeboten – zunächst für sichere Schulwege und Schritt für Schritt auch für weitere Bereiche des Straßenverkehrs in Brandenburg an der Havel.
- Weitere Informationen
- Schulwegsicherheit der Stadt Brandenburg an der Havel