Beim Sommerfest auf dem Altstädtischen Markt rückte die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) am 21. August in Brandenburg an der Havel die mentale Gesundheit in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Sommerzeit – Seelenzeit. Feiere Dich selbst!“ konnten sich Besucherinnen und Besucher über Unterstützungsangebote informieren, mit Fachkräften ins Gespräch kommen und verschiedene Mitmachangebote ausprobieren.
Die PSAG und ihre Aufgaben
Catrin Krüger, Psychiatriekoordinatorin der Stadt Brandenburg an der Havel und seit 2025 Mitglied im Sprecherinnenrat der PSAG, stellte die Arbeitsgemeinschaft vor. Die PSAG besteht in Brandenburg an der Havel seit 2002. Als Fachgremium fördert sie die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Institutionen, Vereinen, Verbänden, Trägern und Fachkräften, die an der Versorgung psychisch erkrankter und seelisch behinderter Menschen beteiligt sind.
„Heute wollen wir gemeinsam das Bewusstsein für mentale Gesundheit stärken, über psychische Belastungen sprechen und dazu beitragen, dass diese Themen ihren Platz mitten in unserer Gesellschaft haben“, sagte Catrin Krüger. „Vor allem aber wollen wir zeigen: Es gibt Unterstützung, Hilfsangebote und Menschen, die zuhören und helfen.“
Unterstützung sichtbar machen
Alexandra Adel, Beigeordnete für Jugend und Soziales, Schule und Sport, betonte in ihrer Eröffnungsrede, wie wichtig Unterstützung für Menschen mit seelischen Problemen ist. Die PSAG sei in Brandenburg an der Havel gut aufgestellt, um bestehende Herausforderungen gemeinsam mit Betroffenen anzugehen. Zahlreiche Angebote in der Stadt tragen dazu bei, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe und Beratung erhalten.
Im Mittelpunkt des Sommerfestes standen Selbstfürsorge, Rituale, Hobbys, Kreativität und Begegnung. An den Informationsständen der psychosozialen Träger konnten sich Interessierte über Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren und direkt mit Fachkräften sprechen.
Programm zum Mitmachen
Auch das Programm lud zum Mitmachen ein. Auf dem Altstädtischen Markt gab es unter anderem Jumping Fitness mit dem Demokratischen Frauenbund, Tanzvorführungen der Tanzgruppe der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg und der Line-Dance-Gruppe der Gemeindenahen Psychiatrie sowie eine Fotobox für Erinnerungsbilder. Auch die Vorträge stießen auf großes Interesse.
In der Fouqué-Bibliothek erwartete die Besucherinnen und Besucher zu jeder vollen Stunde die „Murmelbahn“ mit Karin Warnken. In frei erzählten Geschichten ging es darum, was das Leben manchmal aus der Kurve wirft und wie es gelingen kann, wieder ins Rollen zu kommen. Ergänzt wurde das Programm durch kreative Angebote wie das Basteln eines Mut- und Sorgenzopfes oder eines Sorgen-Wuschels sowie das Gestalten eines Achtsamkeitstalers aus Ton.
Offener Umgang mit Depressionen
Begleitet wurde das Sommerfest vom Team der MUT-TOUR, einer bundesweiten Selbsthilfe-Initiative von Menschen mit Depressionserfahrung. Die Initiative setzt sich für einen offenen Umgang mit Depressionen ein und möchte Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abbauen.
Der Austausch beim Sommerfest machte deutlich: Psychische Gesundheit betrifft viele Menschen. Unterstützung zu suchen und offen darüber zu sprechen, kann ein wichtiger Schritt sein.
Am Fest beteiligt waren AH e.V., Asklepios Fachklinikum Brandenburg, Gemeindenahe Psychiatrie, Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg, Fliedners LAFIM Diakonie gemeinnützige GmbH, Betreuungsverein Diakonisches Werk, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Jobcenter Brandenburg an der Havel, BAS Brandenburg an der Havel, Praxis Zeiträume, Jan Ziehm, Kleiderursel, Erlebnis Altstädtischer Markt Brandenburg e.V., Fouqué-Bibliothek und die MUT-TOUR.
- Weitere Informationen
- Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG)