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Vor dem Rathaus (von links): Jesper Würzen, Daniel Keip, Johan Müller, Simon Knudstrup, Elisabeth Gadegaard Wolstrup, Susanna Rafn. © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier Vor dem Rathaus (von links): Jesper Würzen, Daniel Keip, Johan Müller, Simon Knudstrup, Elisabeth Gadegaard Wolstrup, Susanna Rafn. © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier

Jugend im Fokus: Ballerup-Delegation in Brandenburg/Havel

Austausch über die Zukunft der Jugend in Ausbildung, Begegnungen und Gespräche prägen den Besuch in Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

Wie können junge Menschen für Ausbildung, Sport und Ehrenamt begeistert werden? Wie lassen sich Jugendliche stärker beteiligen? Und was können Städte voneinander lernen? Mit diesen Fragen war am 27. und 28. August 2026 eine Delegation aus der dänischen Partnerstadt Ballerup rund um Bürgermeister Jesper Würzen zu Gast in Brandenburg an der Havel. Zwei Tage lang standen Begegnungen, Gespräche und der Erfahrungsaustausch rund um das Thema Jugend im Mittelpunkt.

Zum Auftakt ging es im Gespräch mit den Beigeordneten Thomas Barz und Susanne Fischer um die Frage, wie junge Menschen für ihre Stadt und die Arbeit der Verwaltung gewonnen und stärker eingebunden werden können.

Am runden Tisch mit Auszubildenden und Studierenden der Stadtverwaltung © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier
Am runden Tisch mit Auszubildenden und Studierenden der Stadtverwaltung © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier

Am Freitag führte der erste Weg in die Otto-Tschirch-Oberschule. Schulleiterin Andrea Wissinger stellte die Schule vor und gab bei einem Rundgang Einblicke in die Arbeit vor Ort. Im Mittelpunkt standen die Nachmittagsangebote, der Umgang mit Schulverweigerung und die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am schulischen Leben. Auch die langjährige Verbindung zur Hedegårdsskolen in Ballerup wurde thematisiert.

„Gerade bei Jugendlichen wird eine Städtepartnerschaft greifbar“, sagt Oberbürgermeister Daniel Keip. „Wenn junge Menschen die Möglichkeit bekommen, andere Länder, Schulen und Arbeitswelten kennenzulernen, entstehen Erfahrungen, die bleiben. Deshalb ist es schön zu sehen, dass bereits konkrete weitere Austausche geplant werden.“

Anschließend besuchte die Delegation das Universitätsklinikum Brandenburg. Dort ging es um die bisherigen Begegnungen in den Bereichen Pflege und Physiotherapie mit Ballerup. Auch die nächsten geplanten Austausche wurden vorgestellt und gemeinsam besprochen.

Gruppenbild vor dem Universitätsklinikum Brandenburg mit Beigeordneter Alexandra Adel (rechts). © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier
Gruppenbild vor dem Universitätsklinikum Brandenburg mit Beigeordneter Alexandra Adel (rechts). © UKB / Stadt Brandenburg an der Havel / Vanessa Vollenschier

Im Rathaus stellten sich anschließend die neuen Auszubildenden der Stadtverwaltung den Gästen aus Ballerup vor und berichteten kurz über ihre Ausbildung und ihren Einstieg bei der Stadt.

Ähnliche Fragen, gemeinsame Herausforderungen

Am Nachmittag rückte der Sport in den Mittelpunkt. An der Regattastrecke traf die Delegation Vertreter des Stadtsportbundes und des BSRK 1883 e.V. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rolle Jugendliche im Vereinssport spielen und wie sie stärker für das Vereinsleben und ehrenamtliches Engagement gewonnen werden können.

Dabei wurde schnell deutlich: Viele Themen, die die Brandenburger Vereine beschäftigen, sind auch in Ballerup bekannt. Insbesondere die Gewinnung und Bindung ehrenamtlich Engagierter stellt beide Seiten vor Herausforderungen. Der Blick über die Landesgrenzen eröffnete dabei neue Perspektiven und zeigte mögliche Ansätze auf, die auch für die eigene Arbeit interessant sein können.

Austausch mit Jugendlichen in Brandenburg. Foto by UKB Stadt Brandenburg an der Havel Vanessa Vollenschier
Austausch mit Jugendlichen in Brandenburg. Foto by UKB Stadt Brandenburg an der Havel Vanessa Vollenschier

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Tags der Jugend am Salzhofufer. Hier kamen die Gäste aus Ballerup direkt mit Jugendlichen aus Brandenburg an der Havel ins Gespräch. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendbeauftragten Janne Engeleiter ging es um das Engagement junger Menschen im städtischen Leben und um verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Für die Delegation war gerade dieser direkte Kontakt eine besondere Erfahrung: Statt über Jugend zu sprechen, wurde mit Jugendlichen gesprochen – offen, unmittelbar und auf Augenhöhe. „Ballerup ist einer unserer wichtigsten internationalen Partner, und wir schätzen diese Partnerschaft sehr“, so Oberbürgermeister Daniel Keip.

„Über die Jahre sind viele persönliche Kontakte entstanden. Genau das macht eine Städtepartnerschaft aus: Wir lernen voneinander, bekommen neue Ideen und stellen fest, dass uns bei vielen Themen mehr verbindet, als uns trennt. Austausch macht alles besser – und er macht unsere Partnerschaft lebendig.“

Nach zwei intensiven Tagen mit zahlreichen Begegnungen, Gesprächen und neuen Eindrücken steht fest: Die Partnerschaft zwischen Brandenburg an der Havel und Ballerup lebt vom persönlichen Austausch und eröffnet gerade jungen Menschen neue Möglichkeiten. Die nächsten Schüler- und Ausbildungsaustausche sind bereits in den Blick genommen. Damit wird die langjährige Verbindung zwischen beiden Städten auch für die nächste Generation mit Leben gefüllt.

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