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Buntes und ein sehr abwechslungsreiches 25 Höfefest Brandenburg 2026 Buntes und ein sehr abwechslungsreiches 25 Höfefest Brandenburg 2026

Höfefest: Hitzerekord und Feierlaune in Brandenburg

36 Grad, offene Höfe, Musik und Kunst: Das 25. Höfefest verwandelte die Brandenburger Altstadt in einen sommerlichen Treffpunkt.

Inhaltsverzeichnis

36 Grad im Schatten, historische Backsteinhäuser, offene Hoftore und Musik bis in den Abend: Das 25. Höfefest in Brandenburg an der Havel war in diesem Jahr nicht nur ein besonderes Jubiläum, sondern auch eine echte Hitzeschlacht.

Am Samstag, dem 15. August 2026, öffneten sich in der historischen Altstadt von Brandenburg an der Havel wieder zahlreiche Türen und Tore, die sonst meist verschlossen, bleiben. Mehr als 45 Höfe, Gärten und Veranstaltungsorte beteiligten sich an der inzwischen traditionsreichen Veranstaltung und machten die Altstadt für einen Tag zu einer großen Bühne für Kultur, Musik, Kunst und Begegnungen.

Bilder vom 25. Höfefest

Doch in diesem Jahr war das Wetter ein besonderer Mitspieler: Bei Temperaturen von mehr als 36 Grad Celsius startete, das 25. Höfefest deutlich verhaltener als in den vergangenen Jahren.

Erst die Hitze, dann die Feierlaune

Carola Adam Live beim 25. Höfefest im Café Havelpause
Carola Adam Live beim 25. Höfefest im Café Havelpause

Während sich am frühen Nachmittag viele Besucherinnen und Besucher angesichts der extremen Temperaturen noch im Schatten aufhielten oder den Festbesuch zunächst hinauszögerten, füllten sich die Höfe im Laufe des späten Nachmittags zunehmend.

Kein Wunder: Viele der historischen Innenhöfe boten mit ihren alten Mauern, Bäumen und schattigen Plätzen angenehme Rückzugsorte von der sengenden Sommerhitze. Dazu kamen kühle Getränke, Eis, Kaffee und Kuchen, Gegrilltes sowie zahlreiche weitere kulinarische Angebote.

Das Konzept des Höfefests zeigte auch bei 36 Grad seine besondere Stärke: Statt auf einen einzigen großen Veranstaltungsplatz konzentrierte sich das Fest auf viele kleine und individuelle Orte. Besucher konnten von Hof zu Hof ziehen, immer wieder neue Ecken entdecken und sich zwischendurch eine Pause gönnen.

25 Jahre Höfefest – ein Vierteljahrhundert Altstadtgeschichte

Die 25. Ausgabe war auch deshalb etwas Besonderes, weil das Höfefest auf ein Vierteljahrhundert gelebte Nachbarschaft zurückblicken konnte. Seit 25 Jahren steht die Veranstaltung für Gemeinschaft, Kultur und das besondere Flair der Brandenburger Altstadt. Organisiert wird das Fest vom Verein Die Altstädter e. V. gemeinsam mit zahlreichen privaten Eigentümerinnen und Eigentümern, Vereinen, Einrichtungen und Gewerbetreibenden.

Passend zum Jubiläum feierte auch der Verein selbst sein 25-jähriges Bestehen. Die grünen und weißen Fahnen an den Eingängen wiesen den Weg zu den teilnehmenden Höfen. Dahinter wartete eine Mischung, die das Höfefest jedes Jahr so einzigartig macht: historische Bürgerhäuser, kleine Innenhöfe, Werkstätten, Gärten, Ausstellungen, Märkte und Bühnen.

Von Klassik bis Techno

HipHop Live mit den Havelhelden aus Brandenburg, mit Künstlern „dotcom“
HipHop Live mit den Havelhelden aus Brandenburg, mit Künstlern „dotcom“

Musikalisch zeigte sich das Jubiläumsfest ausgesprochen vielseitig. Von klassischen Klängen über Blues, Rock und Jazz bis zu Hip-Hop, House, Rap und elektronischer Musik war für ganz unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei. Besonders am Abend kam die Altstadt richtig in Bewegung.

Schnaftl Ufftschick
Schnaftl Ufftschick

Auf dem Gotthardtkirchplatz sorgte die Brass-Band Schnaftl Ufftschick für ausgelassene Stimmung. Im Ratskeller am Altstädtischen Markt spielte die TB SESSION BAND einen Mix aus Blues, Rock und zeitlosen Klassikern.

TB SESSION BAND
TB SESSION BAND

Damit war das musikalische Angebot längst nicht erschöpft. An verschiedenen Standorten konnten Besucherinnen und Besucher im Laufe des Tages und bis in den Abend hinein ganz unterschiedliche Stilrichtungen erleben – von handgemachter Livemusik bis hin zu Hip-Hop, House, Rave und Techno.

Kunst, Handwerk und besondere Einblicke

Schmuckwerkstatt & Galerie Heike Burgemann
Schmuckwerkstatt & Galerie Heike Burgemann

Doch das Höfefest war weit mehr als ein Musikfestival. In den geöffneten Höfen gab es Kunstausstellungen, Kunsthandwerk, Flohmärkte, offene Ateliers und historische Führungen. Händler boten unter anderem Schmuck, Honig, Blumen, genähte Produkte, Souvenirs und Geschenkartikel an.

Gerade die Mischung aus Kultur und Alltag macht den Reiz des Festes aus. Viele Orte, die man sonst nur von außen kennt, konnten betreten werden. Hinter historischen Fassaden eröffneten sich kleine Gärten und Innenhöfe, die für einen Tag zu Treffpunkten für Nachbarn, Familien, Künstler und Gäste wurden.

Live-Konzert im Hof des Stadtmuseums des Duos INUSO
Live-Konzert im Hof des Stadtmuseums des Duos INUSO

Auch das Stadtmuseum und die Fouqué-Bibliothek beteiligten sich mit eigenen Programmen. Im Frey-Haus erwarteten die Besucher unter anderem ein Puppenspiel und ein Konzert. Die Fouqué-Bibliothek öffnete ihren Lesehof und verband Bücher, Kaffee und Kuchen mit einer Saatgut-Tauschbörse und Angeboten für Kinder.

Auch für Familien war viel dabei

Trotz der tropischen Temperaturen gab es zahlreiche Angebote für die jüngsten Besucher. Kinderschminken, Bastelangebote, Spiele, Hüpfburgen und Mitmachaktionen sorgten für Abwechslung. In der Fouqué-Bibliothek konnten Kinder bei einer Rallye auf die Suche nach einem geheimnisvollen „Römerschatz“ gehen. So wurde das Höfefest auch 2026 zu einem Fest für mehrere Generationen.

Höfefeste in Brandenburg im Rückblick

Kultur war sogar auf der Straßenbahn unterwegs

Eine besondere Verbindung von Stadt, Kultur und Mobilität bot die Kulturstraßenbahn. Im Rahmen des Havelsommers wurde die Linie 6 am Samstag mit zusätzlichen Fahrten zwischen Brandenburg Hauptbahnhof und Hohenstücken Nord eingesetzt. Auf ausgewählten Fahrten wurde die Straßenbahn zur fahrenden Bühne.

Schauspielerinnen und Schauspieler des Brandenburger Theaters sowie Musiker des Blechbläserquartetts der Brandenburger Symphoniker präsentierten Lieder, Gedichte, Texte, Sketche und unterhaltsame Blasmusik. Damit begann das kulturelle Erlebnis für manche Besucher bereits auf dem Weg zum Höfefest.

Die Hitze machte das Jubiläum zur Herausforderung

36 Grad sind für ein Stadtfest eine Herausforderung. Vor allem am frühen Nachmittag war die extreme Hitze deutlich spürbar. Schattenplätze, kühle Getränke und ausreichend Pausen waren wichtiger denn je. Viele Besucher reagierten entsprechend und verschoben ihren Rundgang in die späteren Stunden. Als die Temperaturen langsam zurückgingen, nahm auch das Leben in den Höfen deutlich zu.

MajaRecords an der St. Johanneskirche
MajaRecords an der St. Johanneskirche

Am Abend zeigte sich dann, warum das Höfefest seit 25 Jahren so beliebt ist: Menschen saßen zusammen, Musik erklang aus den geöffneten Höfen und von den Plätzen, es wurde gegessen, getrunken, getanzt und miteinander gefeiert.

Ein Höfefest, das seinem Jubiläum gerecht wurde

Das 25. Höfefest war damit ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte der Veranstaltung. Die außergewöhnliche Hitze verlangte den Besucherinnen und Besuchern einiges ab – konnte die Feierlaune aber letztlich nicht bremsen. Mehr als 45 geöffnete Höfe, zahlreiche kulturelle Angebote, Livemusik, Kunst, Kulinarik und Begegnungen machten die historische Altstadt auch 2026 zu einem besonderen Erlebnis.

Vielleicht war gerade die Kombination aus tropischer Sommerhitze und kühlen, geschützten Innenhöfen das passende Bild für dieses Jubiläum: Die Brandenburger Altstadt zeigte sich von ihrer heißesten, aber zugleich auch herzlichsten Seite. Und als am Abend Musik durch die historischen Gassen klang, wurde endgültig deutlich: Das Höfefest lebt – und nach 25 Jahren ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende

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