Caroline Siebert und Johannes Kirchberg bringen die Geschichte der unangepassten Sängerin Sunny in einer neuen Fassung von Judith Zieprig auf die Bühne. Ein Abend zwischen DDR-Kultfilm, Live-Musik und der zeitlosen Suche nach Selbstverwirklichung.
Mit „SOLO SUNNY“ kommt einer der prägendsten Filme des DDR-Kinos als musikalischer Theaterabend auf die Studiobühne des Brandenburger Theaters. Die Inszenierung von Judith Zieprig basiert auf dem Kultfilm von Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase, der 1980 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich nicht mit den Erwartungen ihrer Umwelt zufriedengibt und ihren eigenen Weg sucht.
Sunny zwischen Bühne, Alltag und unerfüllten Träumen
Sunny tourt mit ihrer Band durch Provinzsäle, Kulturhäuser und Festzelte. Auf der Bühne wird sie gefeiert, doch hinter den Kulissen bestimmen Routine, Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche ihren Alltag. Die Sängerin sehnt sich nach künstlerischer Freiheit, Liebe und Anerkennung. Dabei stößt sie immer wieder an gesellschaftliche Grenzen und gerät in persönliche Abhängigkeiten.
Trotz aller Rückschläge gibt Sunny nicht auf. Sie kämpft um Selbstbestimmung und darum, sich selbst treu zu bleiben – auch wenn der eigene Weg unbequem ist.
Schauspiel und Live-Musik auf der Studiobühne
In der One-Woman-Performance lässt Caroline Siebert die vielschichtige Hauptfigur mit großer Präsenz und musikalischer Ausdruckskraft lebendig werden. Johannes Kirchberg begleitet sie als Pianist und Sänger. Zugleich übernimmt er verschiedene Männerrollen und gestaltet die Geschichte musikalisch mit.
Die Inszenierung verbindet Schauspiel, Gesang und Live-Musik zu einem intensiven Theaterabend. Neben Liedern aus dem Originalfilm erklingen Songs von Marianne Faithfull, Amy Winehouse, Britney Spears, Silly, Uschi Brüning und der Modern Soul Band.
So entsteht ein musikalischer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Geschichte der unangepassten Sängerin zeigt dabei, dass Sunnys Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Eine Geschichte über Persönlichkeit und Selbstverwirklichung
„Man müsste doch auch Persönlichkeit haben, wenn man nicht berühmt ist!“ – dieser Satz aus der Inszenierung bringt die zentrale Botschaft des Abends auf den Punkt. Es geht um den Wunsch, gesehen und anerkannt zu werden, ohne dabei die eigene Persönlichkeit zu verlieren. Der Theater-Liederabend richtet den Blick auf eine Frau, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen behauptet und ihren eigenen Vorstellungen von Freiheit folgt.
Termin: Sonntag, 15. November 2026, 16 Uhr
Ort: Studiobühne des Brandenburger Theaters
Besetzung und Produktion:
- Fassung und Inszenierung: Judith Zieprig
- Mit Caroline Siebert und Johannes Kirchberg
- Theater-Liederabend nach dem Kultfilm von Wolfgang Kohlhaase und Konrad Wolf
Eintrittspreise:
- Kategorie E: 17 Euro
- Ermäßigt: 13 Euro
Die genannten Basispreise gelten an der Theaterkasse. Bei einer Online-Buchung über Reservix können zusätzliche Service- und Versandgebühren anfallen. Maßgeblich sind die im Buchungsprozess ausgewiesenen Endpreise.
- Weitere Informationen
- Brandenburger Theater