Das Projekt des Vereins BÄR meets ADLER e. V. aus Brandenburg an der Havel belegt beim DAK-Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ den ersten Platz. Die Initiative unterstützt Menschen bei hohen Temperaturen und stärkt zugleich den Zusammenhalt in den Nachbarschaften.
Das Projekt „Hitzehelfer Brandenburg – Gemeinsam gegen die Hitze“ ist Landessieger des Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ 2026 in Brandenburg. Die Jury der DAK-Gesundheit würdigte damit das Engagement des Vereins BÄR meets ADLER e. V. aus Brandenburg an der Havel. Die Auszeichnung wurde am 2. November 2026 in Potsdam im Beisein von Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke übergeben.
Der Wettbewerb zeichnet zum sechsten Mal Menschen und Organisationen aus, die Gesundheit, Prävention und Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Bundesweit hatten sich rund 350 Projekte und Initiativen beworben.
Netzwerk unterstützt Menschen als Hitzehelfer bei großer Hitze
Hinter dem Siegerprojekt steht Annett Ochla mit ihrem Team. Gemeinsam mit der Stadt Brandenburg an der Havel hat sie ein wohnquartierbezogenes Netzwerk ehrenamtlicher Hitzehelferinnen und Hitzehelfer aufgebaut.

Hitzehelfer für Brandenburg: Gemeinsam gegen extreme Hitze
Neue Helferinnen und Helfer unterstützen bei Hitzewelle. Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen in Brandenburg an der Havel.
Die Freiwilligen werden kostenlos in den Bereichen Hitzeschutz, Nachbarschaftshilfe und Erste Hilfe geschult. Sie unterstützen gefährdete Menschen an heißen Tagen beispielsweise bei Einkäufen und Besorgungen, vermitteln Wissen zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen und achten darauf, wann weitere Hilfe erforderlich ist.
Über die sogenannte „Hitzehelfer-Line“ können Menschen, die Unterstützung benötigen, unkompliziert mit Helferinnen und Helfern aus ihrer unmittelbaren Umgebung in Kontakt kommen. Das Angebot soll eine niedrigschwellige und persönliche Unterstützung ermöglichen.
Ziel der Initiative ist es, die Bevölkerung für gesundheitliche Risiken durch Hitze zu sensibilisieren und insbesondere ältere sowie gesundheitlich gefährdete Menschen besser durch Hitzeperioden zu begleiten.
„Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und lokalen Einrichtungen schaffen wir Strukturen, die Menschen in Hitzeperioden unterstützen und zugleich den sozialen Zusammenhalt stärken“, erklärt Annett Ochla.
Gesundheitsminister würdigt ehrenamtliches Engagement
Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke, der die Schirmherrschaft für den Landeswettbewerb übernommen hat, betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung gesellschaftlicher Gemeinschaft für die Gesundheit.
„Eine starke Gemeinschaft und ein fester Zusammenhalt wirken sich auch positiv auf die Gesundheit von Körper und Seele aus“, sagte Wilke. Er dankte den ausgezeichneten Initiativen für ihr ehrenamtliches Engagement und hob hervor, dass sie anderen als Vorbild dienen könnten.
Auch die Stadt Brandenburg an der Havel würdigte die Arbeit des Vereins. Die Beigeordnete Alexandra Adel betonte die Bedeutung der Hitzetipps für die Bevölkerung und dankte BÄR meets ADLER e. V. für die Zusammenarbeit.
Weitere Projekte aus Brandenburg ausgezeichnet
Neben dem Landessieger wurden zwei weitere Initiativen prämiert. Den zweiten Platz belegte das Projekt „Von Null auf WIR“ der Aikido-Gemeinschaft-Oder-Spree e. V. aus Müllrose. Es bringt Menschen unterschiedlichen Alters zusammen und stärkt Gemeinschaft sowie gegenseitige Unterstützung über den Sport hinaus.
Auf Platz drei kam das Projekt „Bewegung und Begegnung – Klein & Groß“ der Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e. V. aus Strausberg. Dabei treffen KiTa-Kinder und Menschen mit Demenz bei gemeinsamen Spaziergängen aufeinander. Die Begegnungen sollen Berührungsängste abbauen und das Miteinander verschiedener Generationen fördern.
Der Sonderpreis Pflege ging an das Potsdamer Projekt „Sandwichgeneration und Special Needs“. Die Initiative unterstützt pflegende Angehörige unter anderem mit Angeboten für berufstätige Menschen, die Angehörige mit Demenz betreuen.
Entscheidung über Bundessieg im Dezember
Im Dezember entscheidet eine Bundesjury über die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs. Dafür treten die ausgezeichneten Projekte aus den einzelnen Bundesländern gegeneinander an.
Der Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ steht bundesweit unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karin Prien. Die Auszeichnung würdigt Initiativen, die zeigen, wie ehrenamtliches Engagement, Gesundheitsförderung und gesellschaftlicher Zusammenhalt miteinander verbunden werden können.