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Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster

Neuzeitliche Friedhöfe: Fachtagung im Paulikloster

Fachtagung im Paulikloster Brandenburg (5. und 6. 11. 2026): Archäologen erforschen neuzeitliche Friedhöfe, Grabfunde und Bestattungsbräuche.
Inhaltsverzeichnis

Archäologen und Historiker beschäftigen sich am 5. und 6. November 2026 in Brandenburg an der Havel mit Bestattungsbräuchen, historischen Grabfunden und neuen Erkenntnissen über das Leben zwischen 1600 und 1900.

Neuzeitliche Friedhöfe sind bedeutende Quellen für die archäologische und historische Forschung. Schmuck, Kleidung, Grabbeigaben und menschliche Überreste geben Einblicke in die Bestattungskultur, regionale Traditionen und die Lebensbedingungen vergangener Jahrhunderte. Welche Erkenntnisse sich aus diesen Funden gewinnen lassen, steht im Mittelpunkt einer zweitägigen Fachtagung im Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster in Brandenburg an der Havel.

Fachtagung im Paulikloster

Unter dem Titel „Explorate sepulcrum – Erkundet das Grab!“ laden die Stadt Brandenburg an der Havel und das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) am 5. und 6. November 2026 Fachleute aus Archäologie, Grabungstechnik, Anthropologie, Biologie und Geschichte ein.

Poster der Archäologen-Tagung © Stadt Brandenburg an der Havel
Poster der Archäologen-Tagung © Stadt Brandenburg an der Havel

Die Tagung findet im Paulikloster, Neustädtische Heidestraße 28, statt. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu fördern und neue wissenschaftliche Ansätze zur Erforschung neuzeitlicher Bestattungsplätze zu diskutieren.

Historische Friedhöfe stellen Archäologen vor Herausforderungen

Hintergrund der Veranstaltung ist die zunehmende Wiederbebauung ehemaliger Friedhofsflächen. Bei entsprechenden Bauvorhaben stoßen Archäologen immer häufiger auf Gräber aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.

Die Ausgrabung solcher Bestattungen stellt besondere Anforderungen an Dokumentation, Freilegung und Konservierung. Neben menschlichen Überresten werden häufig Schmuck, Textilien und weitere Grabbeigaben entdeckt. Gerade empfindliche Materialien erfordern einen fachgerechten Umgang und besondere Kenntnisse.

Gleichzeitig sind neuzeitliche Friedhöfe bislang wenig wissenschaftlich untersucht. Die Tagung soll dazu beitragen, vorhandene Forschungslücken zu schließen und neue Erkenntnisse zusammenzuführen.

Bestattungsbräuche und Lebensbedingungen vergangener Jahrhunderte

Im Mittelpunkt stehen Fragen zum sachgerechten Umgang mit neuzeitlichen Gräbern und zu den Besonderheiten gegenüber älteren Bestattungsplätzen. Die Wissenschaftler beschäftigen sich außerdem mit der Bedeutung von Grabbeigaben sowie mit religiösen Traditionen, regionalen Bräuchen und den Lebensumständen der Verstorbenen.

Auch konfessionelle Unterschiede und die Möglichkeiten naturwissenschaftlicher Untersuchungen werden thematisiert. „Wir wollen uns dem Tagungsthema in zwei Blöcken nähern: Im ersten Teil wird es um die Herausforderungen der Ausgrabung und den unmittelbaren Umgang mit dem Fundmaterial gehen. Im zweiten Teil steht die Erforschung von Bestattungsplätzen aus der Zeit zwischen 1600 und 1900 mit ihren mannigfaltigen Facetten im Mittelpunkt“, erklärt Janina Ludwig vom Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz.

Darüber hinaus sollen innovative Forschungsansätze diskutiert und das Netzwerk der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gestärkt werden, die sich mit neuzeitlichen Bestattungsplätzen beschäftigen.

Anmeldung und Teilnahme

Die Teilnahme an der zweitägigen Fachtagung kostet 25 Euro. Interessierte können sich per E-Mail anmelden.

Veranstaltungsort: Archäologisches Landesmuseum im Paulikloster, Neustädtische Heidestraße 28, Brandenburg an der Havel
Termin: 5. und 6. November 2026
Teilnahmegebühr: 25 Euro