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Schleusenbrücke bleibt geöffnet – Dauerüberwachung sorgt für Sicherheit

Die Schleusenbrücke wird kontinuierlich überwacht. © Stadt Brandenburg an der Havel / Ch. Fuß

Die Schleusenbrücke wird kontinuierlich überwacht. © Stadt Brandenburg an der Havel / Ch. Fuß

Gute Nachrichten! Die Schleusenbrücke bleibt offen dank erfolgreicher Materialuntersuchungen und kontinuierlicher Sicherheitsüberwachung.
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Gute Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmer: Die umfangreichen Materialuntersuchungen an der Schleusenbrücke sind abgeschlossen. Der Prüfbericht der beauftragten Sachverständigen liegt sowohl dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Spree-Havel als auch der Stadt Brandenburg an der Havel vor. Das Ergebnis: Die Brücke kann weiterhin genutzt werden – allerdings unter einer dauerhaften technischen Überwachung.

Im Zuge der Untersuchungen wurden Proben des Spannstahls, des Betons und des Verfüllmörtels entnommen und in Speziallaboren analysiert. Während Beton und Verfüllmörtel eine gute Materialqualität aufweisen, bestätigten sich die bereits vermuteten Schäden an den Spannstählen. Aufgrund des Baujahres der Brücke wurden damals Spannstähle verwendet, die anfällig für sogenannte Spannungsrisskorrosion sind. Dabei entstehen zunächst feine Risse, die mit der Zeit größer werden und schließlich zum Bruch einzelner Spanndrähte führen können.

Laboruntersuchungen zeigten zahlreiche Anrisse an der Schleusenbrücke

Die Laboruntersuchungen zeigten zahlreiche Anrisse und teilweise bereits deutliche Querschnittsverluste an einzelnen Drähten. Um die Sicherheit der Brücke weiterhin gewährleisten zu können, wurde deshalb bereits in der vergangenen Woche ein modernes akustisches Überwachungssystem in Betrieb genommen. Dieses erkennt die charakteristischen Schallsignale, die beim Bruch einzelner Spanndrähte entstehen, und kann die betroffenen Bereiche genau lokalisieren. Ein vergleichbares System hat sich bereits an der Quenzbrücke bewährt.

Die Messdaten werden kontinuierlich ausgewertet. Sollten sich Hinweise auf eine zunehmende Schädigung oder eine Häufung von Drahtbrüchen ergeben, können rechtzeitig weitere Maßnahmen zum Schutz des Bauwerks eingeleitet werden. Bislang wurden seit Inbetriebnahme des Systems keine auffälligen Messwerte registriert.

Nach Einschätzung der Sachverständigen kann die Schleusenbrücke daher weiterhin sicher genutzt werden, solange die Überwachung keine kritischen Entwicklungen zeigt. In den kommenden Wochen wird das Bauwerk offiziell an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel übergeben. Parallel laufen bereits die Vorbereitungen für einen Neubau: Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg wurde mit der Planung der neuen Schleusenbrücke beauftragt.

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