Die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion war ein Fest für die Sinne. Über 177 Tage hinweg verwandelte sich die Flusslandschaft in ein lebendiges Kunstwerk. In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf eine visuelle BUGA-Impressionen zu den spektakulärsten Orten: von den sakralen Blumenhallen über die historischen Parks bis hin zu den BUGA-Fähren, die alles miteinander verbanden.
BUGA-Impressionen: Sakrale Pracht in Brandenburg und Havelberg
Ein absolutes Novum der BUGA 2015 war die Nutzung historischer Kirchen als Blumenhallen. In Brandenburg an der Havel wurde die entwidmete St. Johannis Kirche direkt am Packhofgelände zum Schauplatz für wechselnde florale Themenwelten. Wo einst Gebete gesprochen wurden, leuchteten nun Orchideen, Azaleen und exotische Farne unter den hohen Backsteingewölben.
Ähnlich majestätisch präsentierte sich die St. Laurentius Kirche in Havelberg. Die Kombination aus der kühlen, ehrwürdigen Architektur und der duftenden, farbenfrohen Blütenpracht schuf eine Atmosphäre, die viele Besucher als „magisch“ beschrieben. Laut Abschlussdokumentation waren diese Hallenschauen ein technisches Meisterwerk, da Bewässerung und Belüftung in den alten Mauern eine enorme Herausforderung darstellten. Unsere Fotos fangen dieses einmalige Zusammenspiel von Licht, Stein und Blüte ein.
Lesen Sie auch
Brandenburg an der Havel: Marienberg und Packhofgelände
Die Stadt Brandenburg bot gleich zwei gegensätzliche Höhepunkte. Das Packhofgelände, direkt an der Havel gelegen, war das pulsierende Herz der Eröffnung. Hier trafen moderne Gartenkunst und die Weite des Wassers aufeinander. Es war die Fläche der kurzen Wege, der großen Veranstaltungen und der direkten Anbindung an die BUGA-Fähren.
Im Kontrast dazu stand der Marienberg. Als höchste Erhebung der Stadt bot er nicht nur einen fantastischen Rundblick, sondern wurde mit dem neu gestalteten Weinberg und den Terrassengärten zu einer Oase der Ruhe. Die historische Parkanlage wurde für die BUGA komplett revitalisiert. Wer die Stufen zum Friedenswarte-Turm erklomm, wurde mit einem Blick über ein „Blütenmeer“ belohnt, das sich terrassenförmig den Hang hinunterzog. Diese Impressionen gehören zu den meistfotografierten Motiven unseres Archivs.
Rathenow: Optikpark und die Kraft der Farben
In Rathenow, der Stadt der Optik, spielte man geschickt mit der Wahrnehmung. Der Optikpark nutzte Prismen, Farblinsen und Spiegel, um die Natur in ein neues Licht zu rücken. Die blühenden Beete waren hier oft nach dem Farbspektrum geordnet, was besonders bei strahlendem Sonnenschein eine unglaubliche Leuchtkraft entwickelte. Unsere Bilder zeigen die bunten „Farbkegel“ und die harmonische Einbettung der Havel-Altarm-Landschaft, die Rathenow zu einem der beliebtesten Standorte für Naturfotografen machte.
Das Blaue Band: Unterwegs mit den BUGA-Fähren
Was wäre die BUGA 2015 ohne die Schiffe gewesen? Das „Blaue Band der Havel“ war nicht nur ein Slogan, sondern wurde durch die BUGA-Fähren erlebbar. Die Verbindung der Standorte über das Wasser war das logistische Rückgrat der Schau. Besucher konnten sich entspannt zurücklehnen und die vorbeiziehende Flusslandschaft genießen, während sie von Brandenburg nach Premnitz oder Rathenow schipperten. Die Anlegestellen waren oft Treffpunkte für Menschen aus ganz Deutschland. Die Fotos der weiß-blauen Schiffe vor der Kulisse der historischen Türme sind heute Sinnbild für diesen unbeschwerten Sommer an der Havel.
Ein Erbe, das bleibt
In unseren Galerien auf fotobrb.de dokumentieren wir nicht nur den IST-Zustand von damals, sondern bewahren die Erinnerung an eine Region im Aufbruch. Die Investitionen von über 70 Millionen Euro haben Spuren hinterlassen, die man heute noch sieht – doch das Flair der 32 wechselnden Blumenschauen und das geschäftige Treiben an den Anlegestellen bleibt exklusiv in unserem Fotoarchiv lebendig.
Stöbere durch diese Impressionen und lass dich noch einmal von der Kreativität der Gärtner und der Schönheit unserer Heimat verzaubern.