Sechs Partnerstädte, viele Begegnungen und ein besonderer Blick auf die Zukunft: Zum 750-jährigen Stadtjubiläum von Kaiserslautern war Oberbürgermeister Daniel Keip vom 3. bis 6. September mit einer Delegation aus Brandenburg an der Havel in der pfälzischen Partnerstadt zu Gast.
Das Jubiläumswochenende brachte Delegationen aus sechs Partnerstädten zusammen. Neben Brandenburg an der Havel waren Gäste aus Bunkyō-ku in Japan, Columbia in den USA, Guimarães in Portugal, Pleven in Bulgarien und Saint-Quentin in Frankreich nach Kaiserslautern gereist.
Beim Empfang im Pfalzgrafensaal des Casimirschlosses trugen sich die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister beziehungsweise deren Vertreter in das Goldene Buch der Stadt ein. Für Brandenburg an der Havel setzte Oberbürgermeister Daniel Keip seine Unterschrift unter das Jubiläumsjahr.
Für Keip war der Besuch vor allem eine Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Neben Gesprächen mit den Gastgebern entstanden auch Kontakte zu den Delegationen der anderen Partnerstädte. Erfahrungen wurden ausgetauscht, neue Ideen entwickelt und mögliche gemeinsame Projekte besprochen.
Auf dem Programm standen unter anderem eine Stadtführung, Besuche verschiedener Einrichtungen und Institutionen sowie ein Blick auf die Geschichte und Entwicklung Kaiserslauterns. Auch ein Besuch beim 1. FC Kaiserslautern und gemeinsame Abendessen gehörten zum abwechslungsreichen Programm.
Brandenburg an der Havel war dabei nicht nur als Gast vertreten, sondern brachte selbst ein Stück der Havelstadt nach Kaiserslautern mit. Der ExtraChor sorgte mit einem Auftritt für musikalische Grüße aus Brandenburg. Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel präsentierte sich während des gesamten Jubiläumswochenendes mit einem eigenen Stand. Besucherinnen und Besucher konnten dort die Industriegeschichte Brandenburgs kennenlernen und selbst Schmuck gestalten.
Für ein besonders nachhaltiges Zeichen der Städtepartnerschaft sorgte ein Baum: Brandenburg schenkte Kaiserslautern eine Zitterpappel – den Baum des Jahres 2026. Sie soll künftig im Wildpark Kaiserslautern wachsen und damit auch über das Jubiläumsjahr hinaus an die Verbindung beider Städte erinnern.
„Wir haben in Kaiserslautern in diesen Tagen sehr viel erlebt, viele interessante Gespräche geführt und unsere Partnerstadt noch einmal aus unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt“, sagt Oberbürgermeister Daniel Keip. Kaiserslautern sei eine Stadt, die Brandenburg sehr schätze und mit der eine besondere Verbindung bestehe
Erfahrungen für Brandenburgs Jubiläum 2029
Der Besuch hatte für Brandenburg auch einen weiteren wichtigen Aspekt: 2029 steht in der Havelstadt das 1.100-jährige Stadtjubiläum an. Die Delegation konnte in Kaiserslautern zahlreiche Eindrücke sammeln, wie ein großes Stadtjubiläum organisiert und mit Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger, Gäste sowie Partnerstädte verbunden werden kann. Die Erfahrungen aus dem 750-jährigen Jubiläum sollen auch in die weiteren Planungen für Brandenburgs eigenes Jubiläumsjahr einfließen.
Gleichzeitig soll die Städtepartnerschaft zwischen Brandenburg an der Havel und Kaiserslautern wieder stärker mit Leben gefüllt werden. Bei einem Gespräch mit Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel ging es unter anderem um einen möglichen Austausch von Auszubildenden der beiden Stadtverwaltungen.
Auch in den Bereichen Sport, Schule und Kultur sollen künftig wieder mehr Begegnungen und gemeinsame Projekte entstehen. „Städtepartnerschaften leben davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich besuchen und gemeinsam Projekte entwickeln“, so Keip. Der Besuch habe gezeigt, dass auf beiden Seiten großes Interesse und viele gute Ideen vorhanden seien.
Der nächste Besuch steht bereits bevor
Viel Zeit bis zum nächsten Wiedersehen bleibt nicht: Vom 17. bis 20. September 2026 wird eine Bürgerreise aus Kaiserslautern in Brandenburg an der Havel erwartet. Damit geht der Austausch zwischen beiden Partnerstädten direkt weiter – und die Verbindung, die beim 750-jährigen Jubiläum in Kaiserslautern sichtbar und erlebbar wurde, wird schon wenige Tage später in Brandenburg fortgesetzt.
- Weitere Informationen
- Stadt Kaiserslautern