Ein internationales Sporthighlight in Brandenburg an der Havel
Vom 14. bis 17. Mai 2026 wurde der traditionsreiche Beetzsee in Brandenburg an der Havel zum Schauplatz des ICF-Weltcup. Mehr als 800 Athletinnen und Athleten aus 59 Nationen kämpften um Medaillen und Weltranglistenpunkte. Rund 150 Parakanutinnen und Parakanuten machten zugleich den inklusiven Anspruch der Veranstaltung sichtbar.
Inklusion im Mittelpunkt
Ein besonderes Zeichen setzte das am Samstag ausgetragene Special-Olympics-Rennen. Dort gingen Sportlerinnen und Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung an den Start. Unter ihnen waren auch fünf Athleten der Brandenburger Lebenshilfe, die mehrere Medaillen gewannen. Das Rennen zeigte eindrucksvoll, wie der Kanusport Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenbringt und fördert.
Investition in die Regattastrecke
Am Samstag wurde ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Regattastrecke Beetzsee bekanntgegeben: Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann und Finanzminister Daniel Keller überreichten Oberbürgermeister Daniel Keip einen Förderbescheid über 3,6 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die Strecke funktional modernisiert werden. Die Regattastrecke genießt internationales Renommee und gilt zudem als möglicher Austragungsort für Kanu- und Ruderwettbewerbe im Rahmen der Berliner Olympia-Bewerbung.
Stimmen aus dem Kanusport
Der dreifache Olympiasieger Sebastian Brendel lobte die Atmosphäre auf dem Beetzsee. Trotz anfangs widriger Bedingungen seien die Wettkämpfe fair verlaufen. Besonders hob er hervor, dass sich die Weltelite des Kanu- und Parakanurennsports auf dieser Regattastrecke messe.
Auch Thomas Konietzko, Präsident des Kanu-Weltverbandes ICF, betonte die besondere Stimmung in Brandenburg an der Havel und verwies auf die Begeisterung der vielen Fans. Die kubanische Botschafterin Juana Martínez González würdigte zudem die gute Organisation und die Gastfreundschaft der Stadt. Nach ihrer Einschätzung fühlte sich das kubanische Team auf dem Beetzsee sehr gut aufgehoben.
Starke Leistungen des deutschen Teams
DKV-Präsidentin Dajana Pefestorff bezeichnete den Weltcup als starke Werbung für den Kanusport. Die deutschen Athletinnen und Athleten hätten die hervorragenden Bedingungen auf der Heimstrecke genutzt, um wichtige Impulse und Punkte mit Blick auf die Olympischen Spiele in Los Angeles zu sammeln. Damit war die Veranstaltung nicht nur sportlich attraktiv, sondern auch eine wertvolle Vorbereitung aufkommende Großereignisse.
Positives Fazit von Stadt und Veranstaltern
Oberbürgermeister Daniel Keip zog ein rundum positives Fazit. Brandenburg an der Havel habe eindrucksvoll gezeigt, dass auf der traditionsreichen Naturregattastrecke Beetzsee große internationale Regatten erfolgreich ausgerichtet werden können. Zugleich präsentierte sich die Stadt als offener und engagierter Gastgeber.
Auch das Organisationskomitee zeigte sich zufrieden. Uwe Steinhäuser und sein Stellvertreter Michael Kenzler hoben besonders das ehrenamtliche Volunteer-Team hervor, das im Hintergrund einen reibungslosen Ablauf sicherte. Trotz schwieriger Wetterbedingungen im Vorfeld konnten für die Athletinnen und Athleten sehr gute Wettkampfbedingungen geschaffen werden.
Der ICF Kanusprint- und Parakanu-Weltcup 2026 auf dem Beetzsee war ein voller Erfolg. Internationale Spitzenleistungen, starke Zuschauerresonanz und das klare Bekenntnis zur Modernisierung der Regattastrecke senden ein wichtiges Signal für die Zukunft des Kanusports. Die Verbindung aus sportlicher Höchstleistung, Inklusion und nachhaltiger Infrastrukturentwicklung macht die Veranstaltung zu einem bedeutenden Meilenstein für die Region und den internationalen Kanusport.
- Weitere Informationen
- Webseite ICF-Weltcup
























