Die Brandenburger Symphoniker trauern um ihren ehemaligen Chefdirigenten Prof. Dr. Dr. Dr. Peter Gülke. Der renommierte Dirigent und Musikwissenschaftler starb am Sonntagmorgen, wenige Tage vor seinem 92. Geburtstag.
Das Orchester würdigte Gülke in einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite als prägende Persönlichkeit: Er sei ein „Maestro der Herzen und der Musik“ gewesen, der das Ensemble künstlerisch entscheidend weiterentwickelt habe. Unter seiner Leitung habe das Orchester einen deutlichen Qualitätssprung erlebt, der auch international Beachtung fand.
Weiter heißt es in der Erklärung, Gülke habe sich als „kompromissloser Kämpfer für die Zukunft des Orchesters“ eingesetzt. Sein künstlerisches Vermächtnis werde fortwirken.
Prägende Jahre in Brandenburg
Von 2015 bis 2020 stand Peter Gülke als Chefdirigent an der Spitze der Brandenburger Symphoniker und prägte das Orchester in dieser Zeit maßgeblich. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Ensemble künstlerisch weiter und gewann überregionale Aufmerksamkeit.
Gülke wurde 1934 in Weimar geboren. In der DDR war er unter anderem als Generalmusikdirektor der Staatskapelle Weimar tätig. Nach einem Gastspiel in Hamburg entschied er sich 1983, in der Bundesrepublik zu bleiben – verbunden mit der zunächst erzwungenen Trennung von seiner Familie.
Später arbeitete er als Generalmusikdirektor in Wuppertal sowie als Hochschullehrer in Freiburg und Basel.
Sein künstlerisches Selbstverständnis war dabei auch pädagogisch geprägt: Er verstand sich weniger als autoritäre Leitfigur, sondern als Vermittler der Musik. Zu seinen Schülern zählt unter anderem Kirill Petrenko.
Keip würdigt Gülke
Oberbürgermeister Daniel Keip: „Professor Gülke hat die Brandenburger Symphoniker 2015 in einer Zeit der Veränderung für das Orchester und das Brandenburger Theater übernommen. Und er hat dafür gesorgt, dass diese Veränderungen sich nicht auf die künstlerische Qualität und die Kreativität unserer Symphoniker auswirken. Dieser Einsatz und sein eigenes künstlerisches Wirken werden wir stets in ehrendem Andenken behalten.“
- Weitere Informationen
- Brandenburger Symphoniker