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30 Jahre SOS-Kinderdorf Brandenburg an der Havel

30 Jahre SOS Kinderdorf im Rolandsaal: Oberbürgermeister Daniel Keip gratulierte herzlich und persönlich. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

30 Jahre SOS Kinderdorf im Rolandsaal: Oberbürgermeister Daniel Keip gratulierte herzlich und persönlich. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Festakt im Rolandsaal: Würdigung der 30-jährigen Geschichte des SOS-Kinderdorfs und seiner Bedeutung für die Region.
Inhaltsverzeichnis

Das SOS-Kinderdorf Brandenburg an der Havel hat kürzlich sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Der Festakt im historischen Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses brachte Gäste aus Politik, Gesellschaft sowie langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zusammen. Gemeinsam würdigten sie die Bedeutung der Einrichtung für die Stadt und die Region.

Würdigung zum Jubiläum

30 Jahre SOS Kinderdorf: Im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses wurde der 30. Geburtstags des SOS-Kinderdorfes Brandenburg gefeiert. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
30 Jahre SOS Kinderdorf: Im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses wurde der 30. Geburtstags des SOS-Kinderdorfes Brandenburg gefeiert. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Oberbürgermeister Daniel Keip eröffnete die Feierstunde mit einem Grußwort. Er hob hervor, welche wichtige Rolle das SOS-Kinderdorf seit drei Jahrzehnten für Kinder und Jugendliche in Brandenburg an der Havel spielt. Das Kinderdorf habe vielen jungen Menschen Geborgenheit, Stabilität und neue Perspektiven gegeben – Werte, die heute besonders bedeutsam seien.

Die Anfänge des SOS-Kinderdorfs

In seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister an die Anfänge des Projekts und würdigte die Menschen, die die Gründung ermöglicht haben. Besonders dankte er dem Ehrenbürger Horst Flakowski, dessen finanzielle Unterstützung entscheidend war, sowie der damaligen Bürgermeisterin Dr. Margrit Spielmann, die sich persönlich für das Vorhaben einsetzte. Ohne dieses Engagement wäre das SOS-Kinderdorf heute kein so fester Bestandteil der Stadtgesellschaft.

Die Geschichte von Horst Flakowski ist eng mit der des Kinderdorfs verbunden. Er wurde am 4. März 1918 in Brandenburg an der Havel geboren und floh 1953 infolge staatlicher Unterdrückung in den Westen. Nachdem ihm 1991 das elterliche Kaufhaus in der Hauptstraße zurückgegeben worden war, verkaufte er die Immobilie an die Karstadt AG. Mit dem Erlös von zehn Millionen Mark unterstützte er die Gründung des SOS-Kinderdorfs und die Alfred-Flakowski-Stiftung, die bis heute soziale, kulturelle und denkmalpflegerische Projekte fördert.

Das SOS-Kinderdorf heute

Heute ist das SOS-Kinderdorf Brandenburg an der Havel eine von 38 Einrichtungen des SOS-Kinderdorf e.V. in Deutschland. Es bietet vielfältige Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien in der Region. Dazu gehören unter anderem:

  • familienorientierte Programme
  • eine Kindertagesstätte
  • ein Kinderhort
  • Hilfen zur Erziehung
  • sozialpädagogische Betreuungsangebote

Engagement mit Wirkung

Oberbürgermeister Keip würdigte besonders die Arbeit der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. Sie geben Kindern Sicherheit, Aufmerksamkeit und Zuversicht – und damit oft genau das, was im Leben den entscheidenden Unterschied macht. Ihr täglicher Einsatz ist eine zentrale Grundlage für die positive Entwicklung der betreuten Kinder und Jugendlichen. Mit diesem breiten Angebot leistet die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Stabilisierung von Familien in der Region.

Zum Abschluss dankte der Oberbürgermeister allen Beteiligten für ihr langjähriges Engagement und gratulierte dem SOS-Kinderdorf im Namen der Stadt herzlich zum Jubiläum. Für die Zukunft wünschte er der Einrichtung weiterhin Kraft, Zuversicht und viele engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer. Das Jubiläum ist damit nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig Fürsorge, Zusammenhalt und verlässliche Hilfe für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen sind.

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