Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es eine spannende neue Partnerschaft zwischen der Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg an der Havel und dem Collège Romain Rolland in Ivry-sur-Seine, der französischen Partnerstadt von Brandenburg. Diese Zusammenarbeit hat sich im April zu einer besonders lebendigen Phase entwickelt: Drei Lehrerinnen aus Brandenburg reisten vom 14. bis 17. April nach Ivry-sur-Seine, um den französischen Schulalltag hautnah mitzuerleben und die Partnerschaft weiter zu vertiefen.
Die Lehrkräfte Ute Hennig, Manja Handtke und Liudmyla Reznikov hatten die Gelegenheit, verschiedene Fächer und zwei spannende Projekte am Collège Romain Rolland kennenzulernen. Dabei zeigte sich, wie gut die Kommunikation auf Französisch, Englisch und Deutsch zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften funktionierte. „Wir wurden sehr herzlich aufgenommen“, berichten die Lehrerinnen. Ein besonderer Dank gilt dem Schulleiter Aurélien Brotons und dem Deutschlehrer Alan Zernickel, die den Aufenthalt mit großem Engagement unterstützt und organisiert haben.
Partnerschaft zwischen den beiden Schulen lebt durch die gemeinsame Arbeit in den Sprachkursen
Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen lebt vor allem durch die gemeinsame Arbeit in den Sprachkursen. Die Deutschkurse in Ivry-sur-Seine und die Französischkurse in Brandenburg arbeiten zusammen an sogenannten eTwinning-Projekten. Diese digitalen Projekte werden durch das europäische Förderprogramm Erasmus+ unterstützt und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen direkten internationalen Austausch. So können sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch kulturelle Einblicke gewinnen und Freundschaften über die Grenzen hinweg knüpfen.
Neben dem Besuch der Schule wurden die Brandenburger Lehrerinnen auch von der Stadtverwaltung Ivry-sur-Seines herzlich empfangen. Der stellvertretende Bürgermeister Sébastian Scarpinato, zuständig für Internationale Solidarität, sowie Caroline Bioteau, Referentin für Internationale Beziehungen, begrüßten die Delegation im Rathaus. Dieses Treffen unterstreicht die Bedeutung der Städtepartnerschaft und zeigt, wie sehr die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen gelebt wird.
Für das kommende Schuljahr sind bereits weitere Schritte geplant: Ein Besuch der Brandenburger Schülerinnen und Schüler in Frankreich steht ebenso auf dem Programm, wie ein Gegenbesuch der französischen Jugendlichen in Brandenburg. Ute Hennig, die Initiatorin der Schulpartnerschaft, freut sich sehr über diese Entwicklung: „Wir möchten auch den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern aus Ivry die Möglichkeit geben, unsere Schule und unsere Stadt besser kennenzulernen.“ Diese Begegnungen bieten den jungen Menschen wertvolle Erfahrungen und stärken das gegenseitige Verständnis.
Die Städtepartnerschaft zwischen Brandenburg an der Havel und Ivry-sur-Seine besteht bereits seit 1963. Durch neue Impulse wie die Zusammenarbeit der Schulen wird diese langjährige Verbindung mit Leben gefüllt. Besonders für die jungen Brandenburgerinnen und Brandenburger eröffnet sich so die Chance, erste internationale Erfahrungen zu sammeln und die europäische Idee im Alltag zu erleben.
Diese Schulpartnerschaft ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Bildung und kultureller Austausch Brücken bauen können – zwischen Menschen, Ländern und Kulturen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, junge Generationen frühzeitig für andere Länder und Sprachen zu begeistern und ihnen Möglichkeiten zu bieten, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Die Otto-Tschirch-Oberschule und das Collège Romain Rolland setzen damit ein starkes Zeichen für ein vereintes Europa und eine lebendige Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich.
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