30 Unternehmen und Institutionen öffneten am 7. Oktober ihre Türen und ermöglichten Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke bei der Offene Unternehmensbesuche in verschiedene Berufsfelder. Mit 480 gebuchten Zeitslots wurde ein neuer Höchststand erreicht.
Am 7. Oktober beteiligten sich insgesamt 30 Unternehmen und Institutionen an dem Berufsorientierungsangebot. 431 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Arbeitsbereiche bei der Offene Unternehmensbesuche kennenzulernen. Insgesamt wurden 480 Zeitslots gebucht – mehr als bei allen bisherigen Veranstaltungen.
Praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder bei der Offene Unternehmensbesuche
Ob Handwerk, Gesundheit, Pflege, Energie oder öffentliche Verwaltung: Die Jugendlichen konnten Beschäftigten über die Schulter schauen, Arbeitsabläufe kennenlernen und selbst praktische Erfahrungen sammeln.
Bei der BWB Betonwerke Berlin Brandenburg GmbH flochten die Teilnehmenden Draht, während sie bei der Heidelberger Druckmaschinen GmbH bohrten und löteten. Im Senioren- und Pflegezentrum Brandenburg an der Havel vermittelte ein Alterssimulationsanzug zusammen mit einem Rollstuhlparcours einen Eindruck davon, welche Herausforderungen körperliche Einschränkungen im Alltag mit sich bringen können.
Weitere Einblicke ermöglichten unter anderem das Bestattungsunternehmen Schnee, die Caritas Klinik St. Marien und die Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel.
Aus ersten Kontakten werden konkrete Perspektiven
Die Unternehmensbesuche vermittelten nicht nur einen Eindruck von der Vielfalt regionaler Berufe, sondern eröffneten auch konkrete Möglichkeiten für den weiteren beruflichen Weg. Bei der BWB Betonwerke Berlin Brandenburg GmbH wurde unmittelbar nach einem Besuch ein Praktikum vereinbart.
Wie sich verschiedene Angebote zur Berufsorientierung ergänzen können, zeigte das Beispiel einer Teilnehmerin, die einen bereits im Juni beim Azubi-Speed-Dating geknüpften Kontakt zur Jedermann-Gruppe über den Berufemarkt Westbrandenburg bis zum Unternehmensbesuch vor Ort weiterverfolgte. Solche Erfahrungen verdeutlichen, wie aus ersten Begegnungen längerfristige Kontakte und mögliche Einstiegschancen entstehen können.
Stadtverwaltung und Energieversorgung stellen Berufe vor
Auch Oberbürgermeister Daniel Keip und Bürgermeister Thomas Rosenberg informierten sich über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Region. In Brandenburg an der Havel stellten unter anderem die Stadtverwaltung, der Bauhof, die Vermessung und die Berufsfeuerwehr ihre Tätigkeitsbereiche vor.
Bei Unternehmensbesuchen in Premnitz lag der Schwerpunkt auf Berufen rund um Energie und Energieversorgung. Lisa Thiede vom Projektbüro der Wirtschaftsregion Westbrandenburg wertete die gestiegene Nachfrage als positives Signal: „Die erneut gestiegene Zahl der Buchungen zeigt, wie groß das Interesse der Jugendlichen an authentischen Einblicken in die Berufswelt ist.“
Besonders erfreulich sei es, wenn aus den Begegnungen konkrete nächste Schritte wie Praktika oder weitere Unternehmenskontakte entstünden. Thiede dankte den beteiligten Unternehmen und Institutionen für ihr Engagement bei der praktischen Berufsorientierung.
Gemeinschaftliches Angebot der Wirtschaftsregion Westbrandenburg
Die „Offenen Unternehmensbesuche“ sind ein gemeinsames Angebot der Städte Brandenburg an der Havel, Rathenow und Premnitz sowie des Landkreises Havelland. Ziel ist es, jungen Menschen die beruflichen Möglichkeiten in Westbrandenburg näherzubringen, direkte Kontakte zu Arbeitgebern herzustellen und Perspektiven für eine Ausbildung oder ein duales Studium in der Region aufzuzeigen.
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- Offene Unternehmensbesuche
