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Manege frei für das Neujahrskonzert 2026

Brandenburger Symphoniker im Circus Busch
Brandenburger Symphoniker im Circus Busch
Manege frei für ein außergewöhnliches Neujahrskonzert der Brandenburger Symphoniker im Circus Busch.
Inhalt

Ein außergewöhnliches Neujahrskonzert im Circus Busch

Manege frei: Im Januar 2026 fand ein außergewöhnliches Neujahrskonzert der Brandenburger Symphoniker in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Brandenburg an der Havel statt. Dieses Konzert wird nicht nur wegen seiner musikalischen Qualität, sondern auch aufgrund der beeindrucken in ungewohnter Kulisse in Erinnerung bleiben. Nachdem im Dezember 2025 ein unerwarteter Wasserschaden das Große Haus des Brandenburger Theaters unbespielbar machte, wurde das 4. Sonderkonzert kurzerhand in den traditionsreichen Circus Busch verlegt. Was zunächst als Notlösung erschien, entpuppte sich rasch als inspirierende Gelegenheit, klassische Musik in einem völlig neuen und lebendigen Rahmen zu präsentieren.

Circus Busch: Ein inspirierender Ort für Musik

Der Circus Busch bot mit seiner einzigartigen Manege und der besonderen Atmosphäre des Zirkuszeltes den idealen Rahmen für ein Programm voller Leichtigkeit, Humor und musikalischem Spektakel. Unter der Leitung von Andreas Spering nutzten die Brandenburger Symphoniker die spezielle Akustik und das Ambiente des Circus, um ein Konzert zu gestalten, das weit über das Übliche hinausging. Das sorgfältig auf den Aufführungsort abgestimmte Repertoire verband Elemente aus Operette, Tanz, Marsch und Walzer zu einem farbenfrohen und emotionalen Musikerlebnis.
Brandenburger Symphoniker
Brandenburger Symphoniker
Zu Beginn des Abends betonte Dirigent Andreas Spering, dass trotz der Umstände im Brandenburger Theater viele positive „Effekte“ des Circus Busch und der Stadt – etwa die Verlängerung der Standgenehmigung – sowie von der sehr guten Resonanz des Brandenburger Publikums ausgingen.

Musikalischer Auftakt und Programm

Der Konzertabend begann mit Julius Fučíks „Einzug der Gladiatoren“, einem energiegeladenen Marsch, der in der Manege seine ganze triumphale Wirkung entfaltete. Die Musik verschmolz mit der Zirkusatmosphäre und zog das Publikum sofort in ihren Bann. Es folgten Johann Strauss’ „Maskenball-Quadrille“, die das Thema Verkleidung und gesellschaftliches Spiel aufgriff, sowie Jacques Offenbachs „Orpheus-Ouvertüre“, der Witz und Lebensfreude in den Abend brachte.
Julius Fučík, ein tschechischer Komponist, Dirigent und Militärmusiker, wurde weltweit durch seine mitreißenden Märsche wie den „Einzug der Gladiatoren“ bekannt. Sein Werk zeichnet sich durch eingängige Melodien und orchestrale Brillanz aus.Mit Georges Bizets „Les Toréadors“ aus der Carmen-Suite zog südliches Temperament in die Manege ein, das Publikum wurde von feurigen Rhythmen begeistert. Die „Carnevalsbilder“ von Johann Strauss präsentierten ein musikalisches Kaleidoskop aus Tanz, Charme und Eleganz. Den ersten Teil rundete Fučíks „Florentiner Marsch“ ab, der die Zuhörer festlich auf den zweiten Konzertabschnitt einstimmte.

Spektakuläres nach der Pause

Dirigent Andreas Spering
Dirigent Andreas Spering
Nach der Pause setzte sich das musikalische Feuerwerk fort: Franz Suppés „Leichte Kavallerie-Ouvertüre“ brachte Tempo und orchestrale Brillanz in die Manege. Drei Tänze aus Bedřich Smetanas „Verkaufter Braut“ zeigten böhmische Lebensfreude und tänzerische Raffinesse. Johann Strauss begeisterte das Publikum mit dem „Perpetuum mobile“ und der „Pizzicato-Polka“, und sorgte für heitere Momente.

Fotos vom Neujahrskonzert

Franz Suppé, ein bedeutender österreichischer Komponist und Dirigent, gilt als einer der Begründer der Wiener Operette. Seine spritzigen Ouvertüren – allen voran die „Leichte Kavallerie“ – gehören bis heute zu den beliebtesten Stücken der leichten klassischen Musik. Den glanzvollen Abschluss bildete Johann Strauss’ Walzer „Frühlingsstimmen“, der Leichtigkeit und Zauber des Abends unterstrich.

Dirigent Andreas Spering

Dirigent Andreas Spering
Dirigent Andreas Spering
Andreas Spering übernahm im Oktober 2022 die Position des Chefdirigenten der Brandenburger Symphoniker und startete seine fünfjährige Amtszeit mit Beginn der Saison 2023/24. Er gilt als einer der führenden Experten für historisch informierte Aufführungspraxis und dirigierte bereits zahlreiche renommierte Orchester im In- und Ausland. In den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 war er mit bedeutenden Orchestern und Opernproduktionen in ganz Europa beschäftigt.

Ein unvergessliches Erlebnis in besonderer Atmosphäre

Das Neujahrskonzert 2026 verwandelte den Circus Busch in einen Ort der Fantasie und des festlichen Miteinanders. Die Kombination aus klassischer Musik und der außergewöhnlichen Zirkuskulisse schuf eine inspirierende Atmosphäre, die Musiker und Publikum gleichermaßen begeisterte. Die Brandenburger Symphoniker zeigten eindrucksvoll, wie wandlungsfähig klassische Musik sein kann, wenn sie in einem neuen Kontext erlebt wird.

Ein denkwürdiges Ereignis für Brandenburg

Manege frei im Circus Busch
Manege frei im Circus Busch
Das Neujahrskonzert 2026 der Brandenburger Symphoniker im Circus Busch bleibt als ein denkwürdiges Ereignis in Erinnerung. Es zeigte, wie aus einer unvorhergesehenen Herausforderung eine kreative und musikalisch bereichernde Lösung entstehen kann. Der Abend sprengte die Grenzen klassischer Konzertformate und präsentierte die Magie der Musik in einem völlig neuen Licht. Wer neugierig geworden ist, sollte die kommenden Programme der Brandenburger Symphoniker im Auge behalten, die immer wieder mit ungewöhnlichen Spielorten und innovativen Programmen überraschen. Das Konzert bewies, dass Musik überall dort lebendig wird, wo Menschen sie mit Leidenschaft und Kreativität erleben.

Rotary Club Brandenburg / Havel: Unterstützung für drei Einrichtungen

Der Erlös aus dem Konzert kommt drei Einrichtungen zugute, die vom Rotary Club Brandenburg / Havel unterstützt werden:

  • Bergfest des Zirkus Creativo: Vom 3. bis 5. Juli 2026 verwandelt sich der Brandenburger Marienberg erneut in einen lebendigen Zirkus. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Wochenende mit Musik, Kunst und Kultur. Rund um die Friedenswarte finden Konzerte, Essensstände und Ausstellungen statt, und zahlreiche Brandenburger Vereine und Initiativen präsentieren sich mit eigenen Ständen.
  • Borussia Brandenburg: Über 100 Kinder und Jugendliche trainieren bei den Sportakrobaten des FC Borussia Brandenburg. Durch die Anschaffung eines AirTracks – einer aufblasbaren, federnden Trainingsbahn – soll das Training moderner, sicherer und vielseitiger gestaltet werden. Kindersport fördert wichtige Bewegungsmuster, stärkt die Muskulatur, verbessert die Haltung und unterstützt die Entwicklung sozialer Kompetenzen.
  • Kulturfest der Villa Fohrde: Vom 22. bis 24. Mai 2026 lädt das Kulturfest am Havelufer in Fohrde zu einem vielfältigen Programm ein. Neben Konzerten und einem Kinoabend gibt es zahlreiche Mitmachaktionen für die ganze Familie, wie Kinderschminken, Havelkahnfahrten und weitere Aktivitäten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
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