Ab dem 13. Dezember 2026 soll erstmals ein Bus direkt zum Städtischen Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel fahren. Dafür plant die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH (VBBr) die neue Linie U. Sie soll den Zugang zum Klinikum erleichtern und insbesondere Menschen entgegenkommen, die nicht gut zu Fuß sind.
Der bisher notwendige Fußweg vom Nicolaiplatz über die ansteigende Hochstraße entfällt damit. Auch Beschäftigte im Schichtdienst sollen profitieren: Zu den Schichtwechseln am frühen Morgen und am späten Abend ist eine Verlängerung der Fahrten bis zum Hauptbahnhof vorgesehen.
Neue Linie verlängert die bestehende Linie 2
Die Linie U baut auf der bestehenden Linie 2 auf. Von der Haltestelle Fontanestraße führt die Strecke über die Sprengelstraße und die Robert-Koch-Straße zur Straße Am Marienberg. Anschließend geht es über die Bergstraße zum Nicolaiplatz.
In der Gegenrichtung fährt der Bus durch die Hochstraße und hält direkt vor dem Haupteingang des Klinikums. Danach führt die Strecke über die Robert-Koch-Straße und die Sprengelstraße zurück zur Fontanestraße, wo die Fahrt als Linie 2 fortgesetzt wird.
Oberbürgermeister Daniel Keip begrüßt die geplante Verbindung: „Wer krank oder schlecht zu Fuß ist, soll nicht den Berg hochlaufen müssen. Die Linie ist gut geplant. Bei zügiger Bearbeitung kann sie am 13. Dezember starten. Das ist unser Ziel!“
Fünf neue Haltestellen geplant
Für die neue Verbindung sollen zwischen der Zustimmung zum Vorhaben und dem geplanten Betriebsstart fünf Haltestellen entstehen. Zwei sind an der Konrad-Sprengel-Schule, eine am Marienbad und zwei im Bereich des Klinikums vorgesehen.
Eine Haltestelle soll direkt vor dem Haupteingang des Klinikums an der Hochstraße liegen. In der Gegenrichtung hält der Bus aufgrund der Einbahnstraßenregelung an der Kreuzung Robert-Koch-Straße/Hochstraße.
Für die neuen Haltestellen werden voraussichtlich vereinzelt Parkplätze entfallen. Die Zahl soll jedoch möglichst gering bleiben. Verkehrsplaner Rolf Beyer erläutert, dass am Abzweig zur Robert-Koch-Straße ein sogenanntes Haltestellenkap vorgesehen ist. Dabei handelt es sich um eine befestigte Fläche am Fahrbahnrand, an der der Bus halten kann, ohne zum Ein- und Ausschwenken zusätzlichen Platz zu benötigen. Parkplätze sollen davor und dahinter erhalten bleiben.
Weitere bauliche Anpassungen sind erst vorgesehen, wenn die neue Linie voraussichtlich zwei Jahre in Betrieb gewesen ist.
Entscheidung über den Linienstart steht noch aus
Die geplante Verbindung ist Bestandteil des Wirtschaftsplans 2027 der VBBr. Im November beraten zunächst drei Ausschüsse über den Plan. Anschließend entscheiden die Gesellschafterversammlungen der Technischen Werke Brandenburg an der Havel und der VBBr. Bei Zustimmung soll die Stadtverwaltung den bereits vorbereiteten Linienantrag beim Landesamt einreichen.
VBBr-Geschäftsführer Jörg Vogler blickt gespannt auf die erwartete Nachfrage. Neben Fahrgästen zum Klinikum und Schülerinnen und Schülern der Konrad-Sprengel-Schule rechnet er auch mit zusätzlichen Fahrgästen, die das Marienbad erreichen möchten.
„Wir sind gespannt, wie die neue Linie im nächsten Jahr angenommen wird. Wir erwarten neben den Fahrgästen zum Klinikum sowie dem Schülerverkehr zur Sprengelschule auch neue Fahrgäste zum Marienbad. Wie jede andere Linie kommt sie auf den Prüfstand, wenn Fahrgäste sie nicht annehmen“, erklärt Vogler.
Betrieb kostet zunächst rund 400.000 Euro
Für die Anbindung des Klinikums rechnet die VBBr im Jahr 2027 mit Kosten von rund 400.000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem Personal, Fahrzeuge, Dieselkraftstoff, Reinigung und Instandhaltung. Die Kalkulation basiert auf 16 Fahrten täglich von Montag bis Freitag.
Ab 2028 soll die Linie mit neu beschafften Bussen betrieben werden. Durch Abschreibungen und Zinsen steigen die kalkulierten Kosten dann auf rund 440.000 Euro. Für die Folgejahre sind weitere Kostensteigerungen eingeplant. Ob die neue Busverbindung tatsächlich wie vorgesehen am 13. Dezember 2026 startet, hängt noch von den ausstehenden Beschlüssen und der Bearbeitung des Linienantrags ab.
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- Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH (VBBr)
