Gesundheitsminister René Wilke hat am Mittwoch gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Keip bei einer Grundsteinlegung den Grundstein für die neue Medizinische Schule des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel gelegt. Der Neubau an der Ecke Johann-Carl-Sybel-Straße/Große Gartenstraße wird mit rund 14,4 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds II gefördert – jeweils zur Hälfte aus Landes- und Bundesmitteln. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 20,4 Millionen Euro.
Neue Medizinische Schule schafft 400 Auszubildende in verschiedenen Gesundheitsfachberufen
Die neue Medizinische Schule schafft Platz für mehr als 400 Auszubildende in verschiedenen Gesundheitsfachberufen, darunter die generalistische Pflegeausbildung, Gesundheits- und Krankenpflegehilfe sowie Physiotherapie. Sie ersetzt das zu klein gewordene Quartier an der Vereinsstraße und soll bis April 2028 fertiggestellt werden.
Geschäftsführerin Gabriele Wolter würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag für den Gesundheitsstandort und betonte zugleich die städtebauliche Bedeutung des Neubaus: „Dieses Gebäude wird ein weiteres Aushängeschild der Stadt werden und diesen schönen Stadteingang noch attraktiver machen.“
Auch Oberbürgermeister Daniel Keip hob die Bedeutung der Medizinischen Schule für den Standort hervor. Mit dem Neubau werde die Eingangssituation zur Stadt komplettiert. „Man sieht, hier stehen drei Gebäude, die Moderne ausstrahlen und gleichzeitig die Öffnung in die historische Innenstadt mitbringen“, sagte Keip.
Zugleich hoffe er, dass auch der benachbarte Standort des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten weiterentwickelt, werde: „Wir hoffen natürlich, dass auch der Nachbar dann irgendwann baut – dass der Bund zu seinem Wort steht und diese historische Stadtkante mit dem Neubau für das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten schließt.“
Moderne medizinische Ausbildung
Der Neubau sei zudem ein angemessener Ort für die moderne medizinische Ausbildung und zeige einmal mehr, „wie wichtig uns die medizinische Versorgung in Brandenburg an der Havel ist“.
Dass sich rund um den Hauptbahnhof ein geballtes medizinisches und gesundheitliches Kompetenzzentrum entwickelt habe, sei vor allem der ehemaligen Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und der Geschäftsführerin des Universitätsklinikums, Gabriele Wolter, zu verdanken, betonte Keip.
Mit Blick auf die aktuellen Reformen auf Bundes- und Landesebene äußerte er die Hoffnung, „dass all die Reformen, die aktuell auf Bundes- und Landesebene anstehen, am Ende uns als gestärkten Medizinstandort in Brandenburg an der Havel dastehen lassen.“ Die Stadt werde alles dafür tun, „dass unser Klinikum auch weiterhin gut und verlässlich dasteht.“
Gesundheitsminister René Wilke bezeichnete die Medizinische Schule als „einen Beitrag für die Sicherung der medizinischen Versorgung und auch der pflegerischen Versorgung in unserem Land“.
Moderne Ausbildungsbedingungen seien eine wichtige Grundlage dafür, auch künftig ausreichend Fachkräfte für die Gesundheitsversorgung zu gewinnen. Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids wurde anschließend die Grundsteinlegung eingeläutet. In den symbolischen Steinsockel wurde eine Zeitkapsel mit Dokumenten zum Universitätsklinikum, zur Schulbaustelle, zur Stadt Brandenburg an der Havel und zum aktuellen Tagesgeschehen eingebettet.
Im Anschluss stellten Architektin Susanne Müller die Baupläne und Visualisierungen sowie die Leiterin der Medizinischen Schule, Bianca Düring-Bölke, das Schulkonzept und die Perspektiven für die Ausbildung vor.
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