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Unsere Jobs schützen: Brandenburger Arbeitnehmer demonstrieren am Tag der Arbeit

Am 1. Mai setzten Menschen Bundesweit ein Zeichen für den Schutz ihrer Jobs und soziale Gerechtigkeit ein - auch in Brandenburg an der Havel.
1. Mai Demonstrationszug in Brandenburg an der Havel
1. Mai Demonstrationszug in Brandenburg an der Havel
Inhaltsverzeichnis

Am heutigen 1. Mai haben bundesweit ca. 366.710 Menschen an 413 Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) teilgenommen – darunter auch viele engagierte Arbeitnehmer aus Brandenburg an der Havel. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ setzten sie ein deutliches Zeichen für den Schutz ihrer Arbeitsplätze und für soziale Gerechtigkeit in der Arbeitswelt. Die Botschaft war klar: „Unsere Jobs stehen im Mittelpunkt, nicht kurzfristige Gewinnmaximierung“.

Der 1. Mai – ein Tag für unsere Jobs und soziale Sicherheit

DGB-Umzug in Brandenburg an der Havel mit dem Motto „Unsere Jobs schützen“
DGB-Umzug in Brandenburg an der Havel mit dem Motto „Unsere Jobs schützen“

Der Tag der Arbeit ist seit jeher ein wichtiger Anlass, um auf die Rechte der Beschäftigten aufmerksam zu machen. In diesem Jahr nahm der DGB die aktuellen Herausforderungen in den Fokus: Der Schutz von Arbeitsplätzen, faire Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit müssen Vorrang haben vor den Interessen von Unternehmen, die nur auf schnelle Profite aus sind. Die Gewerkschaften fordern Politik und Wirtschaft auf, die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer endlich ernst zu nehmen und nicht für Krisen verantwortlich zu machen, die sie nicht verursacht haben.

Demonstration und Familienfest in Brandenburg an der Havel

Jugendgruppe, die sich als „Kommunisten“ deklarierten nahem an dem Umzug mit teil
Jugendgruppe, die sich als „Kommunisten“ deklarierten nahem an dem Umzug mit teil

In Brandenburg an der Havel startete die Kundgebung um 13 Uhr mit einem Demonstrationszug vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Salzhofufer. Teilnehmer kamen aus verschiedenen Parteien und Gewerkschaften, aber auch eine Gruppe Jugendlicher zeigte ihren Unmut über die etablierten Parteien wie SPD, Die Linke und Grüne. Der örtliche DGB betonte jedoch zu Beginn, dass die Veranstaltung überparteilich sei und keine politischen Parteien angegriffen werden sollten – nach mehrmaligem Ermahnen wurde der Grundsatz eingehalten.

Fotos vom heutigen 1. Mai

Im Anschluss an den Umzug lud der DGB zum Familienfest am Salzhofufer an der Havel ein. Bei sommerlichem Wetter nutzten viele Brandenburgerinnen und Brandenburger die Gelegenheit, sich auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam zu feiern. Auch Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip nahm am Umzug teil und zeigte damit seine Unterstützung für die Anliegen der Arbeitnehmer.

Familienfest des DGB am Salzhofufer
Familienfest des DGB am Salzhofufer

Klare Worte bei der Hauptkundgebung in Nürnberg

Während in Brandenburg die Stimmung ausgelassen war, wurde bei der zentralen DGB-Kundgebung in Nürnberg der ernste Ton angeschlagen. Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi richtete deutliche Worte an Arbeitgeber und Politik. Sie kritisierte scharf, dass Beschäftigte oft zu Unrecht als Sündenböcke für wirtschaftliche Krisen dargestellt werden. „Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit müssen immer Vorrang haben vor kurzfristigen Renditeinteressen“, betonte Fahimi. „Wir sind nicht das Problem, sondern die Voraussetzung zur Lösung.“ Besonders empört zeigte sie sich über Pläne, den 8-Stunden-Tag abzuschaffen. Ein solcher Schritt würde die Arbeitszeit auf bis zu 13 Stunden täglich ausweiten und damit Ausbeutungsmodelle legalisieren, wie sie bereits in einigen Branchen zu beobachten sind. „Wer das Arbeitszeitgesetz schleift, macht Arbeit nicht produktiver, sondern nur ungesünder und unsicherer“, warnte Fahimi.

Unsere Jobs sind keine Kostenfaktoren – sondern Wertschöpfung

Ein weiterer wichtiger Punkt in Fahimis Rede war die Verteidigung der Lohn- und Sozialkosten als Standortvorteil und nicht als Nachteil. Die Beschäftigten in Deutschland seien „absolute Weltklasse“ und leisteten Spitzenarbeit, die nicht mit Billiglöhnen aus anderen Ländern vergleichbar sei. Das deutsche Modell der sozial verantwortlichen Marktwirtschaft mit Teilhabe und Mitbestimmung sei ein Erfolgsfaktor, der erhalten bleiben müsse.

Warum unsere Jobs so wichtig sind

Die Demonstrationen und Kundgebungen am 1. Mai zeigen eindrucksvoll, wie wichtig das Thema „Unsere Jobs“ für die Menschen ist. Arbeitsplätze sind nicht nur Einkommensquelle, sondern auch Grundlage für soziale Teilhabe, persönliche Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und globaler Herausforderungen ist es entscheidend, dass Politik und Wirtschaft die Interessen der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellen.

Der Schutz unserer Jobs bedeutet auch, faire Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten und soziale Absicherung zu stärken. Nur so kann langfristig eine stabile und gerechte Arbeitswelt entstehen, von der alle profitieren.

Unsere Jobs verdienen Respekt und Schutz

Der 1. Mai 2024 hat erneut gezeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereit sind, für ihre Rechte und ihre Zukunft einzustehen. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ wurde deutlich gemacht, dass gute Arbeit und soziale Sicherheit keine Verhandlungsmasse sind – sondern Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft.

In Brandenburg an der Havel und bundesweit setzen sich Gewerkschaften und Beschäftigte gemeinsam dafür ein, dass unsere Jobs geschützt bleiben und nicht den kurzfristigen Gewinninteressen geopfert werden. Denn nur mit sicheren und fair bezahlten Arbeitsplätzen kann der Wohlstand für alle erhalten und ausgebaut werden.

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