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Vom ersten Song bis zu „Verdammt, ich lieb’ dich“ feierte das Publikum Matthias Reim bei seinem Konzert am Heinrich-Heine-Ufer. Vom ersten Song bis zu „Verdammt, ich lieb’ dich“ feierte das Publikum Matthias Reim bei seinem Konzert am Heinrich-Heine-Ufer.

Matthias Reim begeistert beim Jubiläumskonzert an der Havel

Matthias Reim feierte sein 35-jähriges Bühnenjubiläum mit einem ausverkauften Konzert und entführte das Publikum auf eine musikalische Reise.

Inhaltsverzeichnis

Ein kühler Septemberabend, ein ausverkauftes Heinrich-Heine-Ufer und ein Publikum, das viele seiner Lieder auswendig kennt: Matthias Reim ist am Freitagabend in Brandenburg an der Havel aufgetreten. Zum 35-jährigen Bühnenjubiläum nahm der Sänger sein Publikum mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Stationen seiner Karriere – von bekannten Klassikern bis zu Songs aus seinem neuen Album „Flashback“.

Joshville
Joshville

Den musikalischen Auftakt übernimmt Joshville. Die Reaktionen fallen
dabei zunächst eher verhalten aus. Nach einer kurzen Umbauphase steigt die Spannung – kurz nach 20 Uhr betritt Matthias Reim die Bühne.

Es kann los gehen: Mattias Reim live in Brandenburg an der Havel.
Es kann los gehen: Mattias Reim live in Brandenburg an der Havel.
Mit seinem Erscheinen verändert sich die Atmosphäre sofort. Viele Fans tragen Reim-Shirts, aus der Menge sind die ersten Gesänge zu hören und schnell wird deutlich, dass zahlreiche Besucher seine Musik schon seit vielen Jahrenbegleiten. Die Stimmung ist von Anfang an ausgelassen und zugleich entspannt.

35 Jahre Matthias Reim

Der Abend steht ganz im Zeichen seines Bühnenjubiläums. 35 Jahre nach dem Beginn seiner erfolgreichen Karriere verbindet Reim bekannte Titel mit Songs aus unterschiedlichen Phasen seines musikalischen Weges.

Bühne mit Künstlern und Publikum
Der Vorhang ist gefallen und das Konzert kann beginnen.

Besonders aktuell ist dabei „Flashback“. Das neue Album ist am Freitag erschienen und greift Reims mehr als 35-jährige musikalische Geschichte auf. Die 15 Titel verbinden neue Musik mit Erinnerungen an frühere Stationen seiner Karriere – und passen damit genau zu dem Konzept des Konzertabends.

Reim nimmt sich zwischen den Songs immer wieder Zeit, Geschichten und Hintergründe zu seinen Liedern zu erzählen. Dadurch entstehen persönliche Momente und die Besucher erfahren mehr über die Musik, die sie gerade hören. Gleichzeitig wird der musikalische Fluss durch die längeren Ansagen stellenweise etwas unterbrochen. Für visuelle Höhepunkte sorgen dagegen Pyrotechnik und verschiedene Bühneneffekte.

Matthias Reim in Brandenburg an der Havel
Matthias Reim in Brandenburg an der Havel

Mit „Doch da war mehr“ geht es zurück zum Album „Unendlich“, später folgt „Eiskalt“ aus „MR20“. Gerade bei „Eiskalt“ wird deutlich, wie gut die Texte sitzen: Die Menge singt große Teile des Liedes gemeinsam mit Reim.

„Oh mein Gott, ganz Brandenburg ist hier!“

Besonders persönlich wird der Abend bei „34“. Reim erzählt, dass er bereits früher in Brandenburg gewesen sei. Dann schaut er in die dicht gefüllte Menge und ruft begeistert: „Oh mein Gott, ganz Brandenburg ist hier!“

Die Freude über den Empfang ist ihm deutlich anzusehen. Matthias Reim kennt das Land Brandenburg bereits von früheren Auftritten, unter anderem gastierte er 2018 in Potsdam.

Direkt danach folgt „Ich hab’ mich so auf dich gefreut“. Der Titel bekommt in diesem Moment eine besondere Bedeutung und passt zu dem persönlichen Austausch zwischen Sänger und Publikum.

Wenn Fans zu Chorsängern werden

Über den Abend hinweg übernimmt das Publikum immer wieder selbst einen Teil der musikalischen Arbeit. Bei den bekannten Refrains werden die Stimmen vor der Bühne zu einem großen Chor.

Nach einer kurzen Pause von gefühlten 15 bis 20 Minuten geht es weiter. Einen besonderen Auftritt gibt es dabei mit Reims Sohn. Er steht ebenfalls auf der Bühne und präsentiert „Fahrradkette“, einen von ihm geschriebenen und gesungenen Song. Der familiäre Moment fügt sich gut in einen Abend ein, an dem Reim immer wieder über seine persönliche und musikalische Geschichte spricht.

Julian Reim ist Teil der Band um seinen Vater Matthias
Julian Reim ist Teil der Band um seinen Vater Matthias

Handylichter über der Havel

Mit zunehmender Dunkelheit verändert sich auch die Kulisse. Die ersten Handylichter erscheinen in der Menge, bald leuchtet der gesamte Platz. Bei „Einsamer Stern“ entsteht dadurch eine fast romantische Atmosphäre. Die vielen kleinen Lichter und die Musik bilden einen besonderen Moment unter dem inzwischen dunklen Septemberhimmel. Doch die Ruhe währt nicht lange. Schon wenig später wird wieder getanzt und gefeiert. Gegen 22 Uhr ist die Stimmung weiterhin ausgelassen. Reim und seine Band haben die Besucher längst erreicht – und das nicht nur mit den großen Hits.

Dank an die Musiker und das Team

Im Verlauf des Abends richtet Matthias Reim seinen Dank auch an die Menschen hinter der Show. Er stellt seine Band vor und bedankt sich bei seinem Team. Dafür gibt es aus der Menge ebenfalls großen Applaus.

Reim spricht über seinen musikalischen Weg, seinen Traum ohne Ende und darüber, dass er ein Träumer bleibt. Nach 35 Jahren auf der Bühne bekommt dieser Gedanke an diesem Abend eine besondere Bedeutung.

Das Publikum will mehr

Als der reguläre Konzertteil endet, denkt im Publikum noch niemand ans Nachhause gehen. Die Besucher fordern lautstark eine Zugabe. Reim kommt zurück und beginnt mit „Hallo, ich möcht’ gern wissen, wie’s dir geht“. Danach folgt „Ich Idiot“, bei dem wieder kräftig mitgesungen wird. Dann kommt der Moment, auf den viele gewartet haben.

„Verdammt, ich lieb’ dich“

Aus dem kühlen Septemberabend ist inzwischen eine lange Konzertnacht geworden. Handylichter leuchten über der Havel, Stimmen hallen über das Heinrich-Heine-Ufer und Matthias Reim verabschiedet sich von seinem Publikum.

Drei Jahrzehnte Matthias Reim
Drei Jahrzehnte Matthias Reim

35 Jahre Musikgeschichte liegen hinter ihm – und in Brandenburg an der Havel zeigte sich an diesem Abend, dass viele dieser Lieder noch immer mitten im Leben ihrer Fans stehen.

Vielleicht passt deshalb auch sein eigener Satz besonders gut zu diesem Konzert: „Oh mein Gott, ganz Brandenburg ist hier!“

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