Die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion war ein historisches Ereignis, das unsere Heimat nachhaltig geprägt hat. Unter dem Motto „Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Havel“ erlebten wir die erste dezentrale BUGA, die sich über zwei Bundesländer und fünf Kommunen erstreckte. Auf fotobrb.de haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese flüchtigen Momente der Blütenpracht und der architektonischen Highlights in unseren Impressionen für die Ewigkeit festzuhalten.
BUGA-Impressionen: Sakrale Pracht in Brandenburg und Havelberg
Ein absolutes Novum der BUGA 2015 war die Nutzung historischer Kirchen als Blumenhallen. In Brandenburg an der Havel wurde die entwidmete St. Johannis Kirche direkt am Packhofgelände zum Schauplatz für wechselnde florale Themenwelten. Wo einst Gebete gesprochen wurden, leuchteten nun Orchideen, Azaleen und exotische Farne unter den hohen Backsteingewölben.
Ähnlich majestätisch präsentierte sich die St. Laurentius Kirche in Havelberg. Die Kombination aus der kühlen, ehrwürdigen Architektur und der duftenden, farbenfrohen Blütenpracht schuf eine Atmosphäre, die viele Besucher als „magisch“ beschrieben. Laut Abschlussdokumentation waren diese Hallenschauen ein technisches Meisterwerk, da Bewässerung und Belüftung in den alten Mauern eine enorme Herausforderung darstellten. Unsere Fotos fangen dieses einmalige Zusammenspiel von Licht, Stein und Blüte ein.
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Brandenburg an der Havel: Marienberg und Packhofgelände
Die Stadt Brandenburg bot gleich zwei gegensätzliche Höhepunkte. Das Packhofgelände, direkt an der Havel gelegen, war das pulsierende Herz der Eröffnung. Hier trafen moderne Gartenkunst und die Weite des Wassers aufeinander. Es war die Fläche der kurzen Wege, der großen Veranstaltungen und der direkten Anbindung an die BUGA-Fähren.
Im Kontrast dazu stand der Marienberg. Als höchste Erhebung der Stadt bot er nicht nur einen fantastischen Rundblick, sondern wurde mit dem neu gestalteten Weinberg und den Terrassengärten zu einer Oase der Ruhe. Die historische Parkanlage wurde für die BUGA komplett revitalisiert. Wer die Stufen zum Friedenswarte-Turm erklomm, wurde mit einem Blick über ein „Blütenmeer“ belohnt, das sich terrassenförmig den Hang hinunterzog. Diese Impressionen gehören zu den meistfotografierten Motiven unseres Archivs.
Rathenow: Optikpark und die Kraft der Farben
In Rathenow, der Stadt der Optik, spielte man geschickt mit der Wahrnehmung. Der Optikpark nutzte Prismen, Farblinsen und Spiegel, um die Natur in ein neues Licht zu rücken. Die blühenden Beete waren hier oft nach dem Farbspektrum geordnet, was besonders bei strahlendem Sonnenschein eine unglaubliche Leuchtkraft entwickelte. Unsere Bilder zeigen die bunten „Farbkegel“ und die harmonische Einbettung der Havel-Altarm-Landschaft, die Rathenow zu einem der beliebtesten Standorte für Naturfotografen machte.
Das Blaue Band: Unterwegs mit den BUGA-Fähren
Was wäre die BUGA 2015 ohne die Schiffe gewesen? Das „Blaue Band der Havel“ war nicht nur ein Slogan, sondern wurde durch die BUGA-Fähren erlebbar. Die Verbindung der Standorte über das Wasser war das logistische Rückgrat der Schau. Besucher konnten sich entspannt zurücklehnen und die vorbeiziehende Flusslandschaft genießen, während sie von Brandenburg nach Premnitz oder Rathenow schipperten. Die Anlegestellen waren oft Treffpunkte für Menschen aus ganz Deutschland. Die Fotos der weiß-blauen Schiffe vor der Kulisse der historischen Türme sind heute Sinnbild für diesen unbeschwerten Sommer an der Havel.
Einzigartige Einblicke in die fünf BUGA-Standorte
Jeder der fünf Standorte hatte seinen ganz eigenen Charakter, den wir in unseren Bildergalerien dokumentiert haben. Die Vielfalt reichte von urbanen Parkanlagen bis hin zu naturnahen Flusslandschaften:
Brandenburg an der Havel (18,0 ha): Das Herz der BUGA bot mit dem geschichtsträchtigen Marienberg und dem weitläufigen Packhofgelände eine perfekte Bühne. Besonders die Verwandlung der St. Johannis Kirche in eine Blumenhalle bleibt unvergessen. Unsere Impressionen zeigen das Spiel von Licht und Schatten in den sakralen Räumen, kombiniert mit meisterhafter Floristik.
Rathenow (27,4 ha): In der Stadt der Optik stand der Optikpark im Mittelpunkt. Hier verschmolzen Natur und Physik. Die farbgewaltigen Beete, geordnet nach dem Spektrum des Lichts, boten Motive, die wir in ihrer vollen Leuchtkraft eingefangen haben.
Premnitz (3,1 ha): Hier zeigte sich die BUGA von ihrer modernen, industriellen Seite. Die Uferpromenade wurde zu einer grünen Oase am Fluss, die zeigt, wie ehemalige Industrieflächen durch gärtnerische Gestaltung neues Leben eingehaucht bekommen.
Stölln/Rhinow (1,4 ha): Der kleinste, aber vielleicht spektakulärste Standort. Die Gärten am Fuße des Gollenbergs, direkt neben der legendären IL-62 „Lady Agnes“, boten Kontraste zwischen Luftfahrtgeschichte und zarten Blüten, die in unserem Archiv einen besonderen Platz einnehmen.
Hansestadt Havelberg (2,3 ha): Der nördliche Ankerpunkt bestach durch den majestätischen Dombezirk. In der Kirche St. Laurentius erlebten Besucher florale Kunst auf höchstem Niveau, die wir in detailreichen Aufnahmen festgehalten haben.
Das Blaue Band der Havel: Die BUGA-Fähren
Ein besonderes Highlight der BUGA 2015 war die Logistik auf dem Wasser. Die BUGA-Fähren verbanden die Standorte und machten den Weg zum Ziel. Das sanfte Gleiten über die Havel, vorbei an unberührter Natur und historischen Kirchtürmen, bot Perspektiven, die nur vom Wasser aus möglich waren. In unseren Impressionen finden Sie zahlreiche Aufnahmen dieser „schwimmenden Brücken“, die für viele Besucher das Symbol der Zusammengehörigkeit der Havelregion waren.
Warum Impressionen mehr als nur Bilder sind
Für uns auf fotobrb.de sind diese Galerien ein visuelles Archiv unserer Zeitgeschichte. Die Investitionen von rund 70 Millionen Euro (davon 40 Mio. € in nachhaltige gärtnerische Anlagen) haben die Infrastruktur unserer Städte verbessert, aber die Blumenpracht selbst war vergänglich. Unsere Fotos konservieren diesen Zustand und laden dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen.
Egal, ob Sie damals selbst dabei waren oder die BUGA 2015 heute zum ersten Mal digital entdecken: Unsere Impressionen nehmen Sie mit auf eine Reise entlang der Havel, die zeigt, wie viel Kraft und Schönheit in unserer Region steckt.
Stöbern Sie durch unsere Kacheln und lassen Sie sich von der Magie des Sommers 2015 verzaubern!
Häufige Fragen zur BUGA 2015 (FAQ)
Was war das Besondere an der Bundesgartenschau 2015?
Die BUGA 2015 in der Havelregion war die erste dezentrale Bundesgartenschau in Deutschland. Sie erstreckte sich über zwei Bundesländer (Brandenburg und Sachsen-Anhalt) und fünf Standorte: Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Stölln/Rhinow und die Hansestadt Havelberg.
Wie groß war die Ausstellungsfläche der BUGA 2015?
Insgesamt umfassten die gärtnerisch gestalteten Kernbereiche eine Fläche von 52,2 Hektar. Der größte Standort war Rathenow mit 27,4 Hektar, gefolgt von Brandenburg an der Havel mit 18,0 Hektar.
Was bedeutete das Motto „Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Havel“?
Das Motto symbolisierte die Verbindung zwischen den historischen Domen in Brandenburg an der Havel und Havelberg. Die Havel selbst diente als „blaues Band“, das die fünf Kommunen über eine Strecke von rund 80 Kilometern touristisch und ökologisch verknüpfte.
Konnte man die Standorte mit dem Schiff erreichen?
Ja, das war eines der Highlights. Spezielle BUGA-Fähren und Fahrgastschiffe verbanden die Standorte miteinander. Besonders die Anlegestellen am Packhof in Brandenburg oder am Alten Hafen in Rathenow waren zentrale Knotenpunkte für Besucher, die die Flusslandschaft erleben wollten.
Welche Rolle spielten die Kirchen bei der BUGA?
Einzigartig war die Nutzung der Kirchen St. Johannis (Brandenburg) und St. Laurentius (Havelberg) als Blumenhallen. Hier fanden insgesamt 32 wechselnde Hallenschauen statt, die moderne Floristik in einem historischen, sakralen Rahmen präsentierten.
Was ist heute noch von der BUGA 2015 zu sehen?
Dank nachhaltiger Investitionen von rund 40 Millionen Euro blieben viele Anlagen erhalten. Der Marienberg in Brandenburg, der Optikpark in Rathenow und die Uferpromenade in Premnitz sind bis heute attraktive Ausflugsziele und Naherholungsgebiete für die Bewohner der Region.