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Eine der überarbeitungsbedürftigen Querungsstellen entlang der Ziesarer Landstraße. © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin Eine der überarbeitungsbedürftigen Querungsstellen entlang der Ziesarer Landstraße. © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin

Sicherheit auf dem Schulweg Wilhelmsdorf verbessern

„Kinderleicht Mobil Schulweg Wilhelmsdorf“ soll Kinder auf ihrem Weg zur und von der Schule unterstützen selbstständiger zurückzulegen.

Inhaltsverzeichnis

Das Modellprojekt „Kinderleicht Mobil Wilhelmsdorf“ wurde von einer Bundesjury als förderwürdig eingestuft. Geplant sind sicheren Schulweg Wilhelmsdorf rund um Schule, Kita und Krugpark.

Kinder in Wilhelmsdorf sollen künftig sicherer und selbstständiger zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller unterwegs sein. Die Stadt Brandenburg an der Havel kann dafür auf eine Bundesförderung hoffen. Das Modellprojekt „Kinderleicht Mobil Wilhelmsdorf“ wurde von der zuständigen Fachjury als förderwürdig eingestuft. Die Stadt ist nun aufgefordert, bis zum 5. Oktober 2026 einen aussichtsreichen Förderantrag einzureichen.

Oberbürgermeister Daniel Keip betont die Bedeutung des Projekts für die Kinder und Jugendlichen im Bereich Wilhelmsdorf/Eigene Scholle. Das Konzept sei kurzfristig gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin entwickelt worden und orientiere sich sowohl an den Bedürfnissen der Kinder als auch an den Zielen der Bundesförderung.

Sicherer Schulweg Wilhelmsdorf  rund um Schule und Krugpark

Im Mittelpunkt steht der Bereich rund um die Grundschule „Am Krugpark“, die Kita „Windrad“, den Hort und das Naturschutzzentrum Krugpark. Dort soll ein zusammenhängendes, barrierearmes und sicheres Wegenetz entstehen.

Übersicht über das Haupteinzugsgebiet der Bildungseirichtungen. © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin
Übersicht über das Haupteinzugsgebiet der Bildungseirichtungen. © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin

Insgesamt sollen rund zwei Kilometer Schul-, Freizeit- und ÖPNV-Wege betrachtet und schrittweise aufgewertet werden. Vorgesehen sind unter anderem sichere Querungen sowie Verbesserungen an Geh- und Radwegen. Auch die Beleuchtung und die Radabstellmöglichkeiten sollen modernisiert werden.

Eine wichtige Maßnahme betrifft außerdem den Hol- und Bringverkehr an der Schule. Rund 250 Meter vor dem Schulgebäude soll eine neue Haltezone entstehen. Kinder könnten von dort aus das letzte Stück ihres Schulweges selbstständig zurücklegen.

Ein künstlerisch gestaltetes Willkommenstor soll die Haltezone markieren und gleichzeitig einen attraktiven und identitätsstiftenden Auftakt für den letzten Abschnitt des Schulweges bilden.

Mehr Selbstständigkeit im Straßenverkehr

Durch eine klarere Organisation des Hol- und Bringverkehrs soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. Gleichzeitig möchte die Stadt erreichen, dass mehr Kinder mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule kommen.

Tiefbauamtsleiter Christian Fuß erklärt, dass die Kinder dadurch auch mehr Selbstvertrauen im Straßenverkehr entwickeln könnten. Ziel sei es, sichere Bedingungen für eine möglichst selbstständige Mobilität zu schaffen.

Haltestellenbereich beim Schulweg Wilhelmsdorf ohne Querungshilfe © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin
Haltestellenbereich beim Schulweg Wilhelmsdorf ohne Querungshilfe © Stadt Brandenburg an der Havel / TU Berlin

Klimaschutz wird mitgedacht

Das Projekt soll nicht nur die Verkehrssicherheit verbessern. Auch Klimaschutz und Klimaanpassung spielen eine Rolle. Geplant sind unter anderem Entsiegelungen im direkten Umfeld sowie wasserdurchlässige Beläge. Hinzu kommen Gründächer und eine standortgerechte Begrünung. Ein digitales Informationsdisplay am Radweg soll Kinder außerdem für die Folgen von Hitze und Starkregen sensibilisieren und Informationen zu klimaangepasstem Verhalten vermitteln.

Rund drei Millionen Euro Projektvolumen

Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund drei Millionen Euro. Vorgesehen ist eine Förderung von 75 Prozent durch das Bundesverkehrsministerium und das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Der städtische Eigenanteil würde bei rund 750.000 Euro liegen.

Grundlage für die Entwicklung des Projekts war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Juni 2026. Damit erhielt die Stadtverwaltung den Auftrag beziehungsweise die politische Grundlage, ein entsprechendes nachhaltiges Mobilitätsprojekt zu entwickeln.

Die Umsetzung ist nach derzeitiger Planung für die Jahre 2029 bis 2031 vorgesehen. Voraussetzung dafür ist jedoch zunächst die Bewilligung der beantragten Bundesförderung.

Förderprogramm für sichere Mobilität von Kindern

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderaufrufs „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ des Bundesverkehrsministeriums und des BALM eingereicht. Ziel der Förderung sind innovative Projekte, die Kindern und Jugendlichen eine sichere und selbstständige Mobilität ermöglichen.

Für die Förderlinie 1 „Zukunft fährt Fahrrad“ wurden insgesamt 62 Projektskizzen eingereicht. Eine Fachjury hat Ende August über die eingereichten Vorschläge beraten und das Brandenburger Projekt als förderfähig eingestuft. Die Stadt Brandenburg an der Havel ist damit zur aussichtsreichen Antragstellung bis zum 5. Oktober 2026 aufgefordert. Erst nach einer entsprechenden Förderzusage kann die konkrete Umsetzung des Projekts beginnen.

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