Home » Meldungen aus dem Rathaus » Zigarettenkippen-Challenge 2026 in Brandenburg an der Havel

Zigarettenkippen-Challenge 2026 in Brandenburg an der Havel

Ergebnis der „Zigarettenkippen-Challenge“ der Klassen 4a und b der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule Foto: Pestalozzi Schule /Stadt Brandenburg

Ergebnis der „Zigarettenkippen-Challenge“ der Klassen 4a und b der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule Foto: Pestalozzi Schule /Stadt Brandenburg

Machen Sie mit bei der Zigarettenkippen-Challenge 2026 für ein sauberes Brandenburg an der Havel. Gemeinsam gegen den Müll!
Inhaltsverzeichnis

In Brandenburg an der Havel fand 2026 erneut die Zigarettenkippen-Challenge statt. Der Schulklassenwettbewerb motivierte Schülerinnen und Schüler dazu, aktiv gegen Umweltverschmutzung durch weggeworfene Zigarettenreste vorzugehen.

Organisiert wurde die Aktion vom Amt für Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Grünflächen sowie vom Naturschutzzentrum Krugpark. Gemeinsam setzten sie ein deutliches Zeichen für mehr Umweltbewusstsein, Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Stadt.

Warum Zigarettenkippen ein Umweltproblem sind

Zigarettenkippen zählen weltweit zu den am häufigsten achtlos weggeworfenen Abfällen. Trotz ihrer geringen Größe richten sie erhebliche Schäden an: Ein einziger Kippenstummel kann bis zu 40 bis 60 Liter Grundwasser verunreinigen.

Der Grund dafür sind giftige Stoffe wie Nikotin, Schwermetalle und weitere Schadstoffe, die sich in den Filtern sammeln. Durch Regen gelangen sie in Böden und Gewässer und können Pflanzen, Tiere und letztlich auch Menschen belasten. Hinzu kommt: Die Filter zersetzen sich nur sehr langsam und bleiben lange in der Umwelt zurück.

Die Challenge: Sammeln, dokumentieren, aufklären

Die Zigarettenkippen-Challenge 2026 richtete sich an Schulklassen der Oberschulen in Brandenburg an der Havel. Vom 13. April bis zum 17. Mai sammelten die Schülerinnen und Schüler möglichst viele Zigarettenkippen in ihrer Schulumgebung und im näheren Umfeld.

  • Die gesammelten Kippen wurden in Flaschen, Eimern, Gläsern oder Abfallsäcken zusammengetragen.
  • Fotos, Plakate und kreative Bastelarbeiten dokumentierten die Ergebnisse.
  • Die Beiträge machten sichtbar, wie viel Müll sich bereits in kurzer Zeit ansammeln kann.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Aufklärung. Im Unterricht beschäftigten sich die Klassen mit den gesundheitlichen Folgen des Rauchens und den Umweltschäden durch Zigarettenabfälle. So entstand ein stärkeres Bewusstsein dafür, warum Zigarettenreste richtig entsorgt werden müssen.

Teilnehmende Schulen und starke Ergebnisse

Gruppenbild der fleißigen Sammlerinnen und Sammler der Zigarettenkippen-Challenge 2026 Foto: Stadt Brandenburg
Gruppenbild der fleißigen Sammlerinnen und Sammler der Zigarettenkippen-Challenge 2026 Foto: Stadt Brandenburg

An der Challenge beteiligten sich zahlreiche Klassen aus verschiedenen Schulen in Brandenburg an der Havel. Mit dabei waren unter anderem:

  • J.-H.-Pestalozzi-Schule
  • BOS Kirchmöser
  • Havelschule
  • von Saldern-Gymnasium
  • Otto-Tschirch-Oberschule
  • Alfred-Flakowski-Oberschule

Auch die IG Naturschutz unterstützte die Aktion mit eigenen Sammelaktivitäten.

Gemeinsam sammelten die Schülerinnen und Schüler rund 20 Kilogramm Zigarettenkippen. Das entspricht etwa 66.000 Kippenstummeln. Hochgerechnet konnten dadurch rund 3,3 Millionen Liter Grundwasser vor Verunreinigung geschützt werden.

Viele Sammelaktionen fanden direkt rund um die Schulen statt. Dadurch wurde deutlich, dass Zigarettenkippen nicht nur ein allgemeines Umweltproblem sind, sondern auch im unmittelbaren Lebensumfeld sichtbar werden.

Ein besonders positives Beispiel zeigte die Havelschule: Da die Werkstufen dort regelmäßig die Schulumgebung reinigen, kamen nur etwa 300 Gramm Kippen zusammen. Das Ergebnis macht deutlich, dass kontinuierliches Engagement und Sensibilisierung wirken können.

Preisverleihung und Unterstützung

Am 22. Juni 2026 wurden die engagierten Schülerinnen und Schüler in der Umweltpyramide des Naturschutzzentrums Krugpark ausgezeichnet. Für ihren Einsatz erhielten sie Urkunden sowie ein Preisgeld von jeweils 200 Euro.

Die Preisgelder wurden von lokalen Unterstützern gestiftet, darunter das Amt für Abfallwirtschaft, der Förderverein Krugpark Brandenburg e. V., die MEBRA Märkische Entsorgungsgesellschaft mbH und die Vitalis Brandenburg GmbH.

Was jede und jeder tun kann

Das Amt für Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Grünflächen bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Sponsoren. Zugleich richtet es einen klaren Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Zigarettenreste gehören nicht auf den Boden, sondern in den Restmüll oder in öffentliche Papierkörbe. Für unterwegs sind Taschenaschenbecher eine einfache und kostengünstige Lösung. Sie helfen dabei, Kippen sicher zu entsorgen und die Umwelt sauber zu halten.

Fazit: Die Natur ist kein Aschenbecher

Die Zigarettenkippen-Challenge 2026 zeigt eindrucksvoll, wie viel junge Menschen bewegen können, wenn sie Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen. Mit Kreativität, Teamgeist und Ausdauer haben die teilnehmenden Schulklassen einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wasser, Boden und Natur geleistet. Die Botschaft der Aktion bleibt klar: Zigarettenkippen gehören nicht in die Natur.

📲 Folge Fotobrb jetzt auch im WhatsApp-Kanal:
News, Events & Bilder direkt aufs Smartphone.  👉 Zum WhatsApp-Kanal

Lesen Sie auch