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Innovative Betonkanus bei der 20. Deutschen Regatta

Voller Einsatz im Männer-Zweier. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp

Voller Einsatz im Männer-Zweier. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp

Studierende zeigen bei der Betonkanu-Regatta auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel Innovative Betonkanus als neuen Bots-Baustoff.
Inhaltsverzeichnis

Die Regattastrecke am Beetzsee in Brandenburg an der Havel verwandelte sich erneut in einen besonderen Schauplatz für den Bauingenieur- und Architekturnachwuchs: Bei der 20. Deutschen Betonkanu-Regatta traten Studierende aus 52 Hochschulen, Universitäten und berufsbildenden Einrichtungen aus dem In- und europäischen Ausland mit selbst entworfenen und gebauten Betonkanus gegeneinander an. Mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten, eindrucksvoll, wie innovativ und vielseitig Beton als Baustoff eingesetzt werden kann.

Beton auf dem Wasser: Technik trifft Kreativität

Beton und Kanus wirken auf den ersten Blick wie ein Widerspruch: Beton gilt als schwer, massiv und wenig flexibel. Genau diese Annahmen stellt die Regatta infrage. Die Boote müssen nicht nur schwimmen, sondern auch schnell, stabil und wendig sein. Dafür müssen Konstruktion, Materialauswahl und Fertigung präzise aufeinander abgestimmt werden.

Paddelspaß im Frauen-Zweier-Betonkanus. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp
Paddelspaß im Frauen-Zweier-Betonkanus. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp

Die Teams entwickeln ihre Kanus eigenständig – von der ersten Idee über die Materialrezeptur bis zur Herstellung der Betonschalen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem drei Ziele:

  • möglichst geringes Gewicht bei hoher Stabilität,
  • nachhaltige und ressourcenschonende Betonmischungen,
  • kreative Lösungen für Form, Design und Funktion.

Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus

Ein zentrales Thema der Regatta ist die Entwicklung moderner Betonmischungen. Viele Teams experimentierten mit Betonzusätzen, Recyclingmaterialien und nachhaltigen Rezepturen, um das Gewicht der Kanus zu reduzieren, die Belastbarkeit zu erhöhen und die Umweltwirkung zu verringern. So wird deutlich, dass Beton nicht nur ein traditioneller Baustoff ist, sondern auch großes Potenzial für nachhaltige und zukunftsorientierte Anwendungen bietet.

Design, Vielfalt und sportlicher Wettbewerb

© Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp
© Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp

Neben der technischen Leistung spielte auch das Design eine wichtige Rolle. In der „Offenen Klasse“ präsentierten 20 Teams außergewöhnliche Konstruktionen – von futuristischen Linien über organische Formen bis hin zu künstlerisch gestalteten Booten. Die Vielfalt der Konzepte zeigte, dass Beton nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch vielseitig einsetzbar ist.

Lautstarke Unterstützung gab es für die Akteure vom Ufer. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp
Lautstarke Unterstützung gab es für die Akteure vom Ufer. © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters & Uwe Philipp

Auch sportlich bot die Regatta ein starkes Programm: 64 Damen-, 73 Herren- und 43 Mixed-Teams paddelten um den Sieg. Dabei zählten nicht nur Schnelligkeit, sondern ebenso Teamgeist, Technik und Ausdauer. Für viele Studierende war die Veranstaltung eine besondere Gelegenheit, theoretisches Wissen praktisch anzuwenden und wertvolle Erfahrungen in interdisziplinärer Teamarbeit zu sammeln.

Ein Experimentierfeld für die Zukunft des Bauens

Die Deutsche Betonkanu-Regatta ist weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Sie dient Studierenden aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen als reales Experimentierfeld. „Die Betonkanu-Regatta ist ein innovatives Forum, in dem junge Talente ihre Ideen für nachhaltige und effiziente Betontechnologien erproben können“, erklärt Torsten Bernhofen, Cheforganisator vom InformationsZentrum Beton (IZB).

Themen wie Materialeffizienz, Recycling und umweltfreundliche Rezepturen bleiben hier nicht abstrakt, sondern werden praktisch erprobt und weiterentwickelt. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 1986 hat sich die Betonkanu-Regatta deshalb zu einem festen Termin für den Ingenieur- und Architekturnachwuchs entwickelt.

Leichtigkeit, Dynamik und neue Ideen

Die 20. Deutsche Betonkanu-Regatta am Beetzsee zeigte eindrucksvoll, wie aus einem vermeintlich schweren und starren Baustoff Leichtigkeit, Dynamik und Design entstehen können. Die Verbindung aus Technik, Nachhaltigkeit, Sport und Kreativität machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenso wie für das Publikum.

Mit Blick auf die Zukunft bleibt spannend, welche neuen Ideen und Technologien die nächste Generation von Studierenden entwickeln wird – und welche kreativen Betonkanus bei der kommenden Regatta aufs Wasser gebracht werden.

 

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