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17. Juni: Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag

Oberbürgermeister Daniel Keip in seiner Rede: „Der 17. Juni erinnert uns daran, wie kostbar Freiheit ist.“ © Stadt Brandenburg an der Havel / C. Tüchelmann

Oberbürgermeister Daniel Keip in seiner Rede: „Der 17. Juni erinnert uns daran, wie kostbar Freiheit ist.“ © Stadt Brandenburg an der Havel / C. Tüchelmann

Am 17. Juni gedenken wir den mutigen Protesten von 1953 in der DDR mit bedeutenden Rednern und Gästen.
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Mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung haben Generalstaatsanwalt Roland Wilkening, Oberbürgermeister Daniel Keip und Walter Paaschen, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, gemeinsam mit zahlreichen Gästen an den mutigen Volksaufstand in der DDR vor 73 Jahren erinnert.

Im Fokus der damaligen Proteste stand das Kreisgericht in der Steinstraße 61, das von Demonstranten gestürmt wurde, um die Freilassung von 42 politischen Gefangenen aus der angeschlossenen Untersuchungshaft zu erwirken. Heute beherbergt dieses historische Gebäude die Generalstaatsanwaltschaft und war erneut ein würdiger Ort des Erinnerns.

Keip würdigte den unbeugsamen Mut der Menschen am 17. Juni

Oberbürgermeister Daniel Keip würdigte in seiner Ansprache den unbeugsamen Mut der Menschen, die 1953 für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde auf die Straße gingen. Er erinnerte besonders an Brandenburg an der Havel, einen der bedeutendsten Schauplätze des Volksaufstandes in Brandenburg. Dort beteiligten sich tausende Bürgerinnen und Bürger an Streiks und Demonstrationen gegen politische Unterdrückung und für freie Wahlen sowie grundlegende Bürgerrechte. Ihr couragiertes Eintreten trotz drohender Repressionen wurde besonders hervorgehoben.

Gemeinsames Gedenken an den 17. Juni 1953 in der Steinstraße 61 – einst Kreisgericht, heute Generalstaatsanwaltschaft. © Stadt Brandenburg an der Havel / C. Tüchelmann
Gemeinsames Gedenken an den 17. Juni 1953 in der Steinstraße 61 – einst Kreisgericht, heute Generalstaatsanwaltschaft. © Stadt Brandenburg an der Havel / C. Tüchelmann
Darüber hinaus zog der Oberbürgermeister eine Verbindung zur Friedlichen Revolution von 1989 und betonte, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind. Der 17. Juni mahnt uns auch heute, demokratische Werte wachsam zu verteidigen, Verantwortung zu übernehmen und jeder Form von Extremismus und Menschenverachtung entschieden entgegenzutreten. „Lassen Sie uns heute der Mutigen und der Opfer des Volksaufstandes gedenken. Erinnern wir uns an ihre Entschlossenheit und ihren Einsatz für Freiheit und Menschenwürde,“ appellierte Daniel Keip.

Am 17. Juni 1953 kam es in über 700 Orten der DDR zu Streiks, Kundgebungen und der Erstürmung von SED- und Polizeigebäuden. Etwa eine Million Menschen schlossen sich den Protesten für bessere Lebensbedingungen, Demokratie und Freiheit an – so auch in Brandenburg. In Potsdam, Rathenow, Brandenburg an der Havel, Oranienburg, Hennigsdorf und Velten gingen Bürgerinnen und Bürger auf die Straße und stellten sich mutig dem SED-Regime entgegen.

Das sowjetische Militär und die DDR-Volkspolizei schlugen den Aufstand brutal nieder. Mehr als 50 Menschen verloren, ihr Leben, etwa 15.000 Männer und Frauen wurden inhaftiert. Viele von ihnen landeten in der MfS-Haftanstalt in der Lindenstraße 54. Diese Gedenkveranstaltung erinnert eindringlich an die Bedeutung von Freiheit und Demokratie und an die Menschen, die dafür ihr Leben riskierten.

 

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